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Freie Fahrt: Die Stadt Freyung startet einen On-Demand-Pooling-Dienst mit zwei Kleinbussen.

Von Tür zu Tür - Erste Kleinstadt bietet flexiblen Fahrdienst

Die Kreisstadt Freyung in Niederbayern hat gemeinsam mit dem Berliner Technologie-Unternehmen door2door einen On-Demand-Ridepooling-Service in Betrieb genommen. Das sogenannte "freYfahrt" ist im gesamten Stadtgebiet Freyung nutzbar. Es ist nach eigenen Angaben der bundesweit erste On-Demand-Ridepooling-Service im ländlichen Raum, der eine Genehmigung als Linienverkehr erhalten hat. Zwei Kleinbusse von Ford starten mit über 230 virtuellen Haltestellen in dem 48 km² umfassenden Bediengebiet im Dauerbetrieb. Der Dienst wird von der Stadt Freyung zusammen mit dem lokalen Busunternehmen Prager Reisen betrieben. Der Service soll Nutzern im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs nahezu eine Beförderung von Tür-zu-Tür ermöglichen. Dabei müssten diese sich weder nach starren Fahrplänen, noch festen Routen richten, wirbt der Anbieter. 

„In Städten sind in aller Regel verschiedene Angebote des Nahverkehrs parallel vorhanden. Anders im ländlichen Raum. Deshalb freue ich mich, dass die Digitalisierung dazu beiträgt, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu fördern und den ländlichen Raum lebenswerter zu gestalten”, erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Bär MdB zum Start des Dienstes. Eine Fahrt soll 2,90 Euro kosten. Die Stadt ist mit etwa 200.000 Touristen pro Jahr ein profilierter Urlaubsort im Bayerischen Wald. Die Technologie für das nachfragebasierte Angebot stellt door2door zur Verfügung. Dabei kalkuliert das System die optimalen Fahrtwege und den besten Einsatz der Flotte, so dass Passagiere, die eine ähnliche Route haben, sich die Fahrten teilen.

Foto: freyfahrt

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