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Die Mautpflicht auf Bundesstraßen belastet den Nahverkehr stark.

Lkw-Maut auf Bundesstraßen belastet Verteilertouren

Laut den Berechnungen der Dr. Malek Software GmbH stieg durch die Ausweitung des Mautstraßennetzes von rund 15.000 auf über 50.000 Kilometer zum 1. Juli die Summe der Mautkilometer „nur“ um acht Prozent. Hintergrund sei, dass in Deutschland der überwiegende Teil der Relationen über Autobahnen verläuft.

Während sich also die Auswirkungen im Fernverkehr offenbar in Grenzen halten, fallen die Effekte im Nahverkehr deutlich höher aus. Erste und bisher noch nicht als repräsentativ anzusehende Stichproben bei Nahverkehrs-Unternehmen sprächen für gravierende Kostensteigerungen durch Maut bei Sammelgut-Verteiltouren, so das Unternehmen. Die Länge der mautpflichtigen Strecken vergrößere sich hier um 25 bis 26 Prozent, während sich der Anteil der Maut-Kilometer an der Gesamtstrecke durchschnittlich von circa 55 auf etwa 70 Prozent erhöhe. Zugleich wird aber auf deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen hingewiesen.

Berechnungsgrundlage bei Dr. Malek ist die so genannte EWS-Entfernungsmatrix. Das Unternehmen ist Mitentwickler und -herausgeber der EWS Entfernungswerke, die der Transportbranche einen gemeinsamen Standard zum Berechnen der gefahrenen Kilometer bieten. Die drei Werke „EWS Deutschland“, „EWS Maut Deutschland“ und „EWS Europa“ umfassen für Deutschland 116.071 Ortseinträge, über 7.000 Entfernungszonen und 55 Millionen fix berechnete Straßenkilometer. Die Orte werden jährlich aktualisiert. Für die Entfernungen gilt der Zweijahresrhythmus.

Die EWS-Daten sind bei Dr. Malek mit dem Entfernungsrechner „M3 WebDistance“ oder als Rohdaten zum Einbinden in die eigene Software erhältlich. Für eigene Vergleichsrechnungen stellt das Unternehmen eine kostenlose Demo-Version zur Verfügung.

Fotos: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

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