Werbung
Werbung
Werbung

Unterwegs Ausgabe 2 2019

Unterwegs Ausgabe 2 2019
Werbung
Werbung
Bert Brandenburg
Bert Brandenburg
Chefredakteur (V.i.S.d.P)

Aktion Abbiegeassistent

Bundesminister Scheuer hat die „Aktion Abbiegeassistent“ ins Leben gerufen, um die freiwillige Einführung von Abbiegeassistenzsystemen zu beschleunigen.

Inzwischen haben sich bereits 44 offizielle Sicherheitspartner der Aktion angeschlossen. Sie rüsten ihre Lkw nach und erhöhen dadurch die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger.

Fußgänger und Radfahrer werden täglich im Straßenverkehr von abbiegenden LKW gefährdet. Häufig kommt es dabei zu schrecklichen Unfällen. Diese könnten durch Abbiegeassistenten vermieden werden. Doch die gesetzlichen Voraussetzungen sind international geregelt und können von Deutschland nicht im Alleingang geändert werden.

Mit der „Aktion Abbiegeassistent“ wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die wir haben. Wir stehen alle in der Verantwortung. Im Rahmen der Aktion hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Förderprogramm gestartet, das die Aus- und Nachrüstung mit Abbiegeassistenten finanziell unterstützt. Die hierfür im Haushalt 2019 zur Verfügung stehenden Mittel waren aber schon nach wenigen Tagen gebunden. Das BMVI stellt insgesamt 5 Millionen Euro bereit, um die freiwillige Ausrüstung von Lkw zu fördern

Ab dem Jahr 2022 treten die neue Richtlinien für Assistenzsysteme in Lkw in Kraft. Laut ADAC erfüllen die derzeit verfügbaren Systeme zwar die Anforderungen des Verkehrsministeriums, aber nicht die kommenden EU-Vorgaben. Der Automobilverband ADAC hat aktuelle Lkw-Abbiegesysteme getestet und Mängel festgestellt. So würden die Systeme von Mekra Lang AAS, Mobile Eye Shield+, Edeka/Wüllhorst Fahrzeugbau und Luis die Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums erfüllen.

Die strengeren Regularien der EU-Richtlinie, die ab 2022 greift, erfülle aber keines der zwischen 760 und 2.650 Euro teuren Nachrüstsysteme, so das Urteil der ADAC-Tester. Am besten schnitt im Praxistest des Automobilclubs das System von Mekra Lang ab, das im Straßenverkehr keine einzige Fehlauslösung aufwies, das heißt unbegründete Warnung etwa durch Schilder oder Bäume am Straßenrand.

Der Club unterstützt zwar die Aktion Abbiegeassistent des Bundesverkehrsministeriums. Allerdings stehen dafür lediglich die erwähnten fünf Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, bei einem Lkw-Bestand von mehr als drei Millionen Fahrzeugen. Der Fördertopf war entsprechend schnell  ausgeschöpft. Also brauchen wir mehr finanzielle Unterstützung aus Berlin.

Gerne können Sie mir Ihre Anregungen schreiben. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen. Viel Spaß beim Lesen von Unterwegs  

Bert Brandenburg

Werbung