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Bandit Big Rig Series – Truckracing made in USA

Bert Brandenburg

Die erste reguläre amerikanische Truckrennserie (GTRA) startete Ende der 1970er Jahre in den USA. Angeblich sollen die beiden Trucker-Kultfilme „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ und „Convoy“ der Auslöser gewesen sein.

Legendär war das Bobtail 500-Rennen auf dem Pocono Raceway, einem für US-Rennstrecken typischen großen Rennoval. Bis zu 30 dreiachsige Sattelzugmaschinen kämpften auf Serienreifen mit über 200 km/h um Positionen und Pokale. Schon damals gab es eine schnelle Lady im Cockpit eines Renntrucks. Ihr Name war Shawna Robinson und ihre Trucks hatten pinkfarbene Farbakzente. Steffi Halm lässt grüßen! Doch über die Jahre veränderte sich die Serie ständig und verlor an Einfluss. 1993 fiel dann die letzte Zielflagge für ein Truckrennen unter dem GTRA-Label. Auch in den Folgejahren gab es hier und da Truckrennen, doch die waren meist lokal und hatten mit einer echten Rennserie wenig zu tun.

 Mitte 2016 startete die Bandit Big Rig Series, die Craig Kruckeberg, Eigentümer des Hauptsponsor Minimizer, gehört. Die Testsaison wurde auf kleineren und somit zuschauerfreundlicheren Oval-Rennstrecken der östlichen USA ausgetragen. Für alle Beteiligten war schnell klar, eine neue Truckracing-Serie war geboren. Alles was teuer ist, ist schlicht verboten. Bereits in den beiden ersten kompletten Rennsaisons 2017 und 2018 waren die Starterfelder ganz ordentlich gefüllt. Gaststarter aus anderen US-Serien oder Promis aus der Truckszene füllten zudem das ein oder andere Starterfeld zusätzlich. Dank großzügiger Seriensponsoren, die zum Teil auch mit eigenen Teams und Fahrern dabei waren, erhielten die Weekend-Winner 2018 nicht nur Pokale, sondern auch satte 10.000 Dollar Siegprämie. Da wundert es nicht, dass die Bandits Zuwachs bekamen.

Während die bisherigen Austragungsorte maximal 400 Meilen um Nashville, Tennessee lagen, planten die Serienmacher für 2019 eine Ausweitung in den Westen der USA. Obwohl daraus dieses Jahr nichts wird, sieht der 2019er Kalender insgesamt 12 Rennveranstaltungen in den östlichen Bundesstaaten vor. Unter den Piloten finden sich bisher viele Amateurmotorsportler mit großem Herz und schwerem Bleifuß. Viele kommen aus der Transportbranche oder dem Zuliefererbereich. Profirennfahrer sind die Ausnahme.

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