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Das Porsche Museum auf dem Solitude Revival 2019

Bert Brandenburg

Er hat gestrahlt. Die ganze Zeit. Stéphane Ortelli schloss auf Anhieb innige Freundschaft mit dem Porsche 917 KH in Gulf-Optik. „Ein phantastisches Auto, eine phantastische Strecke“, schwärmt der Le Mans-Gewinner von 1998. Diese erste Begegnung fand aber nicht auf der legendären Rennstrecke an der Sarthe statt. Sondern auf einem anderen Rundkurs, der im Alltag ebenfalls als Landstraße genutzt wird: Dem Solitudering, 11,7 Kilometer lang und mitten im Wald zwischen Stuttgart und Leonberg gelegen. Bis 1965 offizielle Rennstrecke, die seit 2011 alle zwei Jahre für ein Wochenende für das „Solitude Revival“ reaktiviert wird.

Immer mit dabei: Porsche. „Für uns ist die Teilnahme hier Verpflichtung und Ehre zugleich“, sagt Achim Stejskal, Leiter der Historischen Öffentlichkeitsarbeit und des Porsche Museums. Immerhin stehen zahlreiche legendäre Namen und Fahrzeuge aus der Rennhistorie von Porsche in den Siegerlisten der Solitude-Rennen: 550 Spyder und 718 RS 60 Spyder, 718 Formel 2 und 804 Formel 1. „Ein großes Kompliment geht an die ehrenamtlichen Organisatoren, die hier erneut ein hochklassiges Rennsportfestival auf die Beine gestellt haben“, ergänzt Stejskal.

Willkommen ist hier alles, was zwei, drei oder vier Räder hat und zwischen Old- und Youngtimer rangiert. Bevorzugt naturgemäß Rennfahrzeuge. Sie starten in verschiedenen Klassen ihre Demonstrationsläufe. Deshalb hat das Porsche Museum auch den 356 B 2000 GS Carrera GTL Abarth dabei und eben den 917 KH „Gulf“. Stéphane Ortelli, Le Mans-Gewinner mit dem 911 GT1, ist fasziniert von dem Klassiker. „Der Sound, die Beschleunigung, überhaupt wie hervorragend alles funktioniert, das ist überaus beeindruckend“, schwärmt der Franzose. Er darf einige Runden mit dem legendären Rennwagen drehen, an dem seine 50 Jahre scheinbar spurlos vorbei gegangen sind. Er teilt sich das Cockpit mit Marc Lieb, 2016 mit dem 919 Hybrid Gesamtsieger in Le Mans und Langstrecken-Weltmeister. „Ich bin jedes Mal überrascht, wie einfach sich der 917 fahren lässt“, betont der Porsche-Ingenieur.

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