iRacing: Sebastian Job gewinnt Duell mit Joshua Rogers

Christine Harttmann

Sebastian Job siegt im Hauptrennen des vierten Saisonlaufs auf der Simulationsplattform iRacing und ist damit zurück im Titelkampf des Porsche TAG Heuer Esports Supercup (PESC). Wie Porsche meldet, lieferte sich der Red Bull Racing Esports-Pilot nach Rang vier im vorangegangenen Sprintlauf bei seinem virtuellen Heimspiel im britischen Silverstone über viele Runden packende Zweikämpfe.

Mit seinem digitalen Porsche 911 GT3 Cup behielt der amtierende Meister am Ende die Oberhand gegenüber seinem hart attackierenden Rivalen Joshua Rogers. Der Australier im Team Virtual Racing School konnte jedoch seine Tabellenführung mit zwei zweiten Plätzen vor seinem Teamkollegen Mitchell deJong ausbauen. De Jong hatte zum ersten Mal in dieser Saison das Qualifying gewonnen. Der US-Amerikaner startete entsprechend von der Pole Position in das Sprintrennen über sieben Runden und übernahm direkt die Führung vor Dayne Warren (DirectForce Pro). Direkt dahinter: Sebastian Job und Joshua Rogers. In Runde vier genügte Rogers ein verunglücktes Bremsmanöver von Job, um auf Rang drei vorzurücken. Ein Umlauf später war auch Warren fällig: Auf der Anfahrt zur „Stowe“-Kurve nutzte der Australier den ungewollten Drift seines Landsmanns, um aus dem Windschatten heraus vorbeizugehen. DeJong konnte er aber nicht mehr angreifen und musste ihm den Sprint-Sieg überlassen.

Warren wurde Vierter vor Job, Charlie Collins (Großbritannien/Virtual Racing School), Graham Carroll (Großbritannien/Red Bull Racing Esports) und Mack Bakkum (Niederlande/Lego Technic Esports Team). Den wichtigen achten Platz sicherte sich Tommy Östgaard (Coanda Simsport): Der Norweger durfte sich angesichts der umgedrehten Startreihenfolge über die Pole Position für das Hauptrennen freuen. Sein türkischer Teamkollege Ayhancan Güven kämpfte sich von Startplatz 23 bis auf Rang elf nach vorne. Der Porsche Junior – mit dem 911 GT3 Cup auch im realen Porsche Mobil 1 Supercup unterwegs – konnte dabei von einer Massenkollision in Runde eins profitieren.

Während Östgaard von seinem Logenplatz in der Startaufstellung die Führung des Hauptrennens übernahm, ging Job als Gewinner der ersten Runde hervor: Er katapultierte sich von der fünften auf die zweite Position, dicht gefolgt von Bakkum, Collins und Rogers. Im dritten Umlauf kam es im Kampf um die Spitze zu einer Berührung zwischen den beiden Erstplatzierten. Während Östgaard die Reifenstapel touchierte und weit zurückfiel, reihte sich Job auf Rang drei hinter Bakkum und Rogers wieder ein. In Runde vier löste der Australier den Niederländer auf Platz eins ab – aber nicht für lange. Im achten Umlauf gelang Job der Angriff auf das Führungsduo und ging seinerseits als neuer Spitzenreiter in die zweite Hälfte des 14-Runden-Rennens.

Gemütlich einrichten konnte sich der Brite auf dieser Position nicht: Rogers verfolgte ihn fortan wie ein Schatten. Auch Bakkum und Carroll ließen sich nicht abschütteln. Zeitweise trennte das Top-Quartett kaum eine Sekunde. Den finalen Angriff sparte sich der Tabellenführer bis zur letzten Runde auf. Nachdem Job in „Chapels“ kurz ins Rutschen kam, sah es bereits nach einem Führungswechsel aus – am Ende behielt der amtierende PESC-Meister jedoch die Nase vorn und fuhr seinen zweiten Saisonsieg in einem Hauptrennen ein. Rogers wurde zweiter, Bakkum dritter und Carroll vierter. Auf den weiteren Positionen erreichten Collins, DeJong und Kevin Ellis jr. (Großbritannien/Rahal Letterman Lanigan Esports) das Ziel. Porsche Junior Güven büßte eine Top-10-Platzierung in der letzten Runde ein und wurde als 29. gewertet.

Mit den beiden zweiten Plätzen hat Joshua Rogers seine Tabellenführung vor Mitchell deJong weiter ausgebaut. Titelverteidiger Sebastian Job rückte auf Rang drei vor. Der nächste Lauf zum Porsche TAG Heuer Esports findet am 20. Februar auf der virtuellen Road Atlanta im US-Bundesstaat Georgia statt.