Motorsport-Geschichte von Mercedes-Benz

Torsten Buchholz

Mit einem Triumph für Fahrzeuge mit Daimler-Motor endete das erste Automobilrennen im modernen Sinn mit einer Wertung ausschließlich nach Fahrzeit. Vor 125 Jahren startetenn am 11. Juni 1895 insgesamt 19 Automobile und zwei Krafträder. Über die Reihenfolge hat das Los entschieden. Nach der Präsentation am Arc de Triomphe de l’Étoile in Paris fuhr das Feld nach Versailles, wo die Zeitnahme begann und die Teilnehmer ab 12:00 Uhr im Abstand von zwei Minuten ins Rennen geschickt wurden.

Über strapaziöse 1.175 Kilometer ging die Rennstrecke nach Bordeaux und zurück zur Porte Maillot in Paris. Emile Levassor (am Steuer) und René Panhard erreichten mit Daimler-Phönix-Motor beim Rennen Paris–Bordeaux–Paris vom 11. bis 14. Juni 1895 als Erste das Ziel. Sie erhielten aber nur den zweiten Preis, weil der Zweisitzer-Wagen den Ausschreibungsbedingungen nicht vollständig entsprach.

19 Jahre später: Beim Großen Preis von Frankreich bei Lyon am 4. Juli 1914 erzielte die Daimler-Motoren-Gesellschaft auf Mercedes Grand-Prix-Rennwagen einen Dreifachsieg, in der Reihenfolge Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer. Beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis am 31. Mai 1915 ging Ralph DePalma mit seinem Mercedes Grand-Prix-Rennwagen als Sieger hervor.