ADAC-Test: Fünf E-Roller Führerscheinklasse A1

Sie sind zwar nicht ganz billig, aber in der Stadt und als eine zusätzlich mobile auf der Urlaubsreise, gut geeignet siech elektrisch fortzubewegen. Portable Akkus beziehungsweise stadttaugliche Reichweiten machen den E-Motorroller stetig umso attraktiver.

 Die fünf E-Roller-Modelle im Vergleich | Foto: ADAC
Die fünf E-Roller-Modelle im Vergleich | Foto: ADAC
Torsten Buchholz

Der ADAC hat nun fünf Modelle, die mit der Führerscheinklasse A1 (125 ccm) zu fahren sind, getestet. Dabei standen Alltagstauglichkeit, Ergonomie, Antrieb und Fahreigenschaften im Fokus. Kein Roller ist durchgefallen. Allerdings konnte auch kein Modell mit der Bestnote „sehr gut“ überzeugen. Zwei der getesteten Roller schnitten befriedigend ab, drei lieferten gute Ergebnisse.

Das neueste Modell im Test ganz vorn

Das 6.490 Euro teure spanische Modell Silence S01 (Note 2,2) überzeugte vor allem durch seine durchdachte Konzeption: Der große Akku, der für eine ordentliche Reichweite von 90 Kilometern sorgt, kann einfach ausgebaut und transportiert werden. Nach dem Herausnehmen wird der Akku zum Trolley und lässt sich bequem zum Laden in Haus oder Wohnung ziehen. Der beste Bremsweg und gute Ergebnisse bei Beschleunigung und Reichweite sowie Stauraum unter der Sitzbank für zwei Helme sorgen für gute Noten in allen Testbereichen.

Gemeinsamer zweiter Rang

Auf einem gemeinsamen zweiten Rang mit der Note 2,5 folgen die Schwalbe von Govecs und die Vespa Elettrica von Piaggio. Beide sind preislich ähnlich wie der Testsieger. Damit sind auch die drei teuersten Modelle im Test auf den drei vorderen Rängen zu finden.

Träge Vespa mit durchschnittlicher Reichweite

Die Vespa allerdings enttäuscht die Tester durch die mäßige Höchstgeschwindigkeit von 67 km/h und die äußerst träge Beschleunigung. Abgesehen von der allenfalls durchschnittlichen Reichweite (68 km) und dem fest verbauten Akku überzeugt die elektrische Vespa aber mit ihren Fahreigenschaften und tollem Komfort.

Schwalbe ohne ABS mit schlechten Bremsweg

Die Schwalbe von Govecs bietet die besten Fahrleistungen, ein ausgewogenes Fahrwerk und als einziger Roller im Test zumindest optional ein Antiblockiersystem. Gerade beim Bremsweg patzt der Testroller ohne ABS - der war mit 12,3 Metern aus 50 km/h der schlechteste im Testfeld. Auch der hohe Stromverbrauch fiel negativ ins Gewicht, der Akku reichte nur für 67 Kilometer.

In Deutschland Verkaufshit, im Test nur Vierter

Der in Deutschland meistverkaufte E-Roller, der NIU NQi GT (2,7), konnte sich nur den vierten Platz sichern. Vor allem die unbequeme Sitzposition, die lange Ladedauer (9,2 Stunden bis zur Vollladung) sowie der geringe Stauraum fielen negativ auf.

Abgeschlagen auf dem fünften Platz

Letzter im Test, mit deutlichem Abstand, ist der Trinity Uranus R. Der optionale zweite Akku erhöht neben dem Preis zwar auch die Reichweite, doch schwache Scheinwerferausleuchtung, das schlecht ablesbare Display und die längsten Ladezeiten kann er nicht ausgleichen. Das Ergebnis: Note 3,3.

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