Alle zwei Minuten passiert ein Wildunfall in Deutschland

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV legt seine neueste Statistik zu den Wildunfällen im Jahr 2018 vor. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Unfälle mit Wildtieren, zeitgleich stiegen allerdings die Reparaturkosten.

Wo Verkehrszeichen auf Wildwechsel hinweisen oder solche blauen Reflektoren angebracht sind, ist Vorsicht geboten. | Foto: Dietmar Fund
Wo Verkehrszeichen auf Wildwechsel hinweisen oder solche blauen Reflektoren angebracht sind, ist Vorsicht geboten. | Foto: Dietmar Fund
Julian Kral
(erschienen bei taxi heute von Dietmar Fund)

Rein rechnerisch kollidiert alle zwei Minuten ein kaskoversicherter Autofahrer mit einem Wildtier. Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus den Unfallzahlen des Jahres 2018 errechnet. Im vergangenen Jahr verzeichneten die deutschen Versicherer 268.000 Wildunfälle, was einen Rückgang um 7.000 solcher Unfälle im Vergleich zu 2017 bedeutet.

Die Versicherer mussten laut dem GDV pro Wildunfall durchschnittlich mehr als 2.800 Euro bezahlen. Die wirtschaftlichen Schäden seien um 2 Prozent auf 757 Millionen Euro gestiegen. Daraus kann man ablesen, dass die Reparaturen wegen des Rückgangs der Wildunfälle teurer geworden sein müssen.

Der Verband stellte fest, dass die Gefahr eines Wildunfalls zwischen Oktober und Dezember sowie in den Monaten April und Mai am höchsten ist. Gegen Jahresende sei dafür hauptsächlich die Brunftzeit der Hirsche verantwortlich, im Frühjahr Wildschweinrotten mit Frischlingen, schreibt der GDV.

Die Versicherungs-Sachverständigen raten dazu, Warnschilder vor Wildwechseln zu beachten und dort langsamer und vorsichtig zu fahren, vor allem in der Dämmerung. Wer Wild am Straßenrand bemerke, solle hupen und bei einer Nachtfahrt abblenden.

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