Werbung
Werbung
Werbung

Audi: Neue Studie zum autonomen Fahren

In einer repräsentativen Online-Studie mit dem Titel „&Audi“ zeigt der Automobilhersteller, wie die Einstellung zum autonomen Fahren auch mit dem Lebensstil zusammenhängt.  

Audi hat in einer umfassenden Studie verschiedene Nutzertyper zum autonomen Fahren erarbeitet. | Grafik: Audi
Audi hat in einer umfassenden Studie verschiedene Nutzertyper zum autonomen Fahren erarbeitet. | Grafik: Audi
Werbung
Werbung
Julian Kral
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Für die Entwicklung hin zum autonomen Fahren bemüht Audi neben Technikern und AI-Designmodellen auch Umfragen: In der repräsentativen Online-Studie „The Pulse of Autonomous Driving“ hat Audi eine Nutzertypologie zum autonomen Fahren erstellt. Im Rahmen der Initiative „&Audi“ hat das Mobilitätsunternehmen gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos 21.000 Menschen aus neun Ländern auf drei Kontinenten befragt.

Die Ergebnisse überraschten nicht unbedingt: Natürlich freuen sich die jungen, gutverdienenden und gut ausgebildeten „statusorientierten Trendsetter“ und „technikaffinen Passagiere“ am Stärksten auf das autonome Fahren. Natürlich gibt es auch einen Gegenpol dazu: Die tendenziell älteren „misstrauischen Selbstfahrer“ mit niedrigerem Einkommens- und Bildungsniveau sind eher skeptisch: Der „sicherheitsorientierte Zögerer“ würde autonomes Fahren erst nutzen, wenn andere bereits Erfahrungen mit der Technologie gemacht haben. Die größte Nutzergruppe bilden die „aufgeschlossenen Co-Piloten“, die dem autonomen Fahren grundsätzlich offen gegenüberstehen, solange sie jederzeit eingreifen können.

Dr. Luciano Floridi, Professor für Philosophie und Informationsethik, Leiter des Labors für digitale Ethik an der Universität Oxford und Mitglied des wissenschaftlichen Netzwerks der Initiative „&Audi“, erklärt dazu, dass die Studie „mehr sei“ als eine willkommene Ergänzung der Kenntnisse über das Phänomen autonomes Fahren:

 „Sie ist ein notwendiger Schritt für jegliche politische und gesetzgeberische Entscheidung und für jede Forschungs- und Entwicklungsstrategie sowie Unternehmensstrategie, die proaktiv und fundiert zur Gestaltung einer besseren Welt beitragen will.“

Audi beschäftigt sich bereits seit 2015 mit der gesellschaftlichen Akzeptanz des autonomen Fahrens. Mit der neuen Studie untersucht die Initiative jetzt, wie rationale Argumente, Emotionen, Wertvorstellungen und Lebensstile die Einstellung zum autonomen Fahren prägen. Das Ergebnis war allerdings irgendwo auch vorhersehbar: Große Neugier und Bedenken prägten die Eckpunkte.Gering erscheint bei alledem das Wissen über autonomes Fahren: Nur acht Prozent geben an, das Thema erklären zu können.

Die Ergebnisse zeigten außerdem: Je jünger die Befragten und je höher ihr Bildungsgrad und Einkommen, desto positiver die Einstellung zum autonomen Fahren. Auch zwischen den untersuchten Ländern zeigen sich Unterschiede: Chinesen sind euphorisch und auch Südkoreaner blicken der Technologie überdurchschnittlich positiv entgegen. In Europa sind Spanier und Italiener Vorreiter. Deutsche und Franzosen sind vergleichsweise zurückhaltend, ähnlich wie US-Amerikaner, Japaner und Briten.

Interessant sind auch die Unterschiede der Nutzertypologie, welche die Einstellung zum autonomen Fahren im Lebenskontext der Menschen betrachtet. Aus dieser Betrachtung ergeben sich fünf Nutzertypen:

Der „misstrauische Selbstfahrer“ bewahrt gerne das Bestehende und würden autonomes Fahren höchstens nutzen, wenn es vollumfänglich etabliert ist.

Der „sicherheitsorientierte Zögerer" steht dem autonomen Fahrer auch eher zurückhaltend gegenüber. Seiner Ansicht nach sollten autonom fahrende Autos vor einer Zulassung zunächst über Jahre getestet werden.

Der „aufgeschlossene Co-Pilot“ sieht die Vorteile der Technologie und wünscht sich Maßnahmen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um die Autos sicher auf die Straße zu bringen.

Der „statusorientierte Trendsetter“ ist auch deshalb begeistert von selbstfahrenden Autos, weil er damit seinen progressiven Lebensstil zeigen kann.

Der „technikaffine Passagier“ vertraut der Technik und wünscht sich eine flächendeckende Einführung.

Thomas Müller, Leiter automatisiertes Fahren bei Audi erklärt:  „Das automatisierte und autonome Fahren hat das Potenzial, unsere Mobilität substanziell zu verbessern. Auf dem Weg dorthin ist es neben der technischen Entwicklung auch entscheidend, die Menschen mitzunehmen. Die Studie liefert uns differenzierte Erkenntnisse dazu, wo die Menschen in Bezug auf das autonome Fahren stehen und wie wir in der Gesellschaft eine angemessene Erwartungshaltung zu der neuen Technologie etablieren können.“

Mehr Informationen zur Studie „The Pulse of Autonomous Driving“ gibt es unter www.audi.com/pulse-of-autonomous-driving.

Was bedeutet das?

Interessant, dass Audi das autonome Fahren mit einer umfassenden Studie begleitet – auch wenn diese keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse bringt. Doch sie erarbeitet ein differenziertes Bild der einzelnen potenziellen Nutzertypen.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung