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Auf der Suche nach der richtigten Mobilitäts-App

Eine Gesamtlösung, die verschiedene Mobilitätsangebote einer Region vernetzt und übergreifende Buchungen mit einer Bezahlung möglich macht - Diese App gibt es laut ADAC leider noch nicht, wie eine Stichprobe mit 32 Anwendungen ergab.

Die ideale Mobilitäts-App gibt es laut ADAC derzeit noch nicht.
Die ideale Mobilitäts-App gibt es laut ADAC derzeit noch nicht.
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Julian Kral

Wunsch und Wirklichkeit liegen im Dschungel angebotener Mobilitätsplattformen derzeit noch gewaltig auseinander - Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der ADAC, der bei einer Stichprobe insgesamt 32 Mobilitäts-Apps untersuchte. Demnach fehlt es weiterhin an einer Gesamtlösung, die die verschiedenen Mobilitätsangebote einer Region zusammenfasst und vernetzt sowie übergreifend Buchung und Bezahlung ermöglicht.

Wer heutzutage mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs ist, muss nämlich häufig mehrere Mobilitäts-Apps nutzen, so das Ergebnis der Stichprobe. Eine einzelne App, die auf dem Weg von A nach B alle Möglichkeiten intelligent vernetzt, aufzeigt und realisieren lässt, gibt es laut ADAC bis jetzt noch nicht.

Defizite zeigen sich laut den Gelben Engeln vor allem bei der Vielfalt eingebundener Verkehrssysteme wie Bahn, ÖPNV, Taxi oder Sharing-Angebote - eine der Grundvoraussetzungen für eine serviceorientierte Mobilitäts-Plattform. Auch eine Buchung über die App sei vielfach nicht oder nur für einen Teil der Verkehrsmittel möglich. Häufig erfordert die Buchung zudem das Downloaden einer weiteren App etwa für Sharing-Dienste oder Taxis und auch für das Bezahlen wird man oft auf Drittanbieter weitergeleitet.

Auch Live-Karten, auf denen die Anfahrt des Verkehrsmittels verfolgt werden kann, sucht man in der Regel vergeblich. Immerhin: eine Funktion für Push-Meldungen, also Mitteilungen über Störungen, sowie Echtzeitdaten können viele der untersuchten Plattformen aufweisen. Allerdings schwächeln die Apps bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) beziehungsweise Nutzungsbedingungen und trotz Grundverordnung (DSGVO) auch häufig bei den erforderlichen Datenschutzinformationen. Diese entsprächen häufig nicht den rechtlichen Anforderungen, würden aber immerhin überwiegend ausgewiesen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Trotz der enormen Dynamik auf dem Markt der Mobilitätsplattformen - mit schnellen Wechseln und Veränderungen bei Anbietern und Möglichkeiten - sind unter dem Strich die vielen einzelnen Anbieter und Angebote kaum miteinander vernetzt, zum Nachteil der Nutzer.

Vom erklärten Ziel einer "digitalen Vernetzung der Mobilität", wie es Bundesregierung und Europäische Union formulieren, ist Deutschland laut ADAC also noch entsprechend weit entfernt.

Foto: obs/ADAC

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