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Auszeichnung: Grevener ist „Held der Straße“

Heinz-Dieter Drees hatte Ende November 2019 auf dem Arbeitsweg ein stark brennendes Fahrzeug bemerkt. Der 55-jährige befreite daraus einen vorher verunglückten jungen Autofahrer. Für seinen durchdachten und mutigen Einsatz haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Heinz-Dieter Drees aus Greven zum „Held der Straße“ des Monats Januar 2020 gekürt.

Für seinen umsichtigen und selbstlosen Einsatz verleihen Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Heinz-Dieter Drees den Titel „Held der Straße“ des Monats Januar 2020 | Foto: AvD
Für seinen umsichtigen und selbstlosen Einsatz verleihen Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Heinz-Dieter Drees den Titel „Held der Straße“ des Monats Januar 2020 | Foto: AvD
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Torsten Buchholz

Heinz-Dieter Drees war gegen halb fünf Uhr früh am Sonntagmorgen des 24. Novembers 2019 mit seinem Fahrzeug auf der Saerbecker Straße nahe Greven unterwegs zur Arbeit. Ihm fiel in der Dunkelheit ein ungewöhnliches Flackern in der Ferne auf. Drees erklärt die Ausgangssituation:

„Zu dieser frühen Uhrzeit ist es eigentlich immer stockduster, denn es ist ja kaum jemand unterwegs. Ich näherte mich der Lichtquelle, die nahe der an der Straße befindlichen Kneipe zu sein schien. Dann fiel mir ein Leitpfosten auf, der mitten auf dieser Bundesstraße lag. Das kann doch nicht normal sein‘, dachte ich mir. Ich verlangsamte das Tempo.“

 Der Grevener kam dem flackernden Licht immer näher. „Dann sah ich endlich, woher das Leuchten kam. Gegenüber dem Parkplatz der Kneipe lag ein brennendes Auto im Graben. Es schlugen ein Meter hohe Flammen aus der Beifahrerseite“, so der 55-Jährige:

„Ich hielt an, konnte aber zunächst überhaupt nicht sehen, ob noch jemand im Fahrzeug war. Also setzte ich zuerst einen Notruf ab.“

Dann tastete sich Heinz-Dieter Drees zu dem brennenden Pkw vor:

„Als ich nahe genug an den Kombi herangekommen war, konnte ich eine Person im Auto ausmachen. Gleichzeitig erschien an einem der oberen Fenster des Kneipengebäudes ein Mann. Ich rief ihm zu: Da ist noch einer drin, sie müssen runterkommen! Bringen Sie einen Feuerlöscher mit!“

Der Grevener versuchte nun, den verletzten Fahrer aus dem brennenden Vehikel zu befreien:

„Das Fenster auf der Fahrerseite war entweder heruntergelassen worden oder kaputtgegangen. Der junge Mann schrie heftig vor Schmerzen wegen seinem Bein und der unglaublichen Hitze. Ich schrie ihm zu: Du musst dich abschnallen, sonst kann ich dir nicht helfen, ich komme nicht an deinen Gurt ran! Den kannst du doch hier nicht bei lebendigem Leib verbrennen lassen, dachte ich. Irgendwie schaffte es der junge Kerl, den Gurt selbst zu lösen. Mit aller Kraft zog ich ihn durch das offene Fahrerfenster nach draußen, dabei kriegte ich selbst kaum noch Luft wegen des Rauchs. Der Boden war glitschig, was das Herausziehen zusätzlich erschwerte. Drei Meter hatte ich ihn vom Auto weggezogen, da platzte ein Reifen am brennenden Kombi. Im Nachhinein habe ich mir gedacht, dass ich den Gurt hätte selbst durchschneiden können, wenn ich einen entsprechenden Gurtschneider bei mir im Wagen dabeigehabt hätte.“

Trotz der frühen Morgenstunden des Zwischenfalls kam noch ein Fahrzeug an der Unfallstelle vorbei. Ein Mann und eine Frau stiegen aus und packten mit an. Auch der Mann, der am Fenster erschienen war, kam schließlich mit einem Feuerlöscher zu Hilfe. Feuerwehr und Polizei rückten schnell an, das Feuer am Unfallwagen wurde gelöscht. Drees:

„‚Ich muss zur Arbeit‘, sagte ich der Polizei, nachdem ich meine Meldung abgegeben hatte. Ich war dann sehr froh, als diese später bei mir anrief und mitteilte, dass der junge Mann außer Lebensgefahr sein.

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