Auto aufgebrochen – was nun?

Man kommt zurück vom Tagesausflug oder der Stadtbesichtigung und entdeckt, dass das Auto aufgebrochen ist.

Auto aufgebrochen – was nun?
Auto aufgebrochen – was nun?
Redaktion (allg.)

Nach dem ersten Schock sollte man sich besinnen und wissen, was zu tun ist. Betroffene sollten so vorgehen: „Polizei rufen, gegebenenfalls SIM-, EC- und Kreditkarten über die gebührenfreie Notrufnummer 116116 sperren lassen, Schäden fotografieren, die gestohlenen Gegenstände auflisten und die Versicherung informieren“, erläutert Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO. Die Teilkasko-Versicherung kommt bei einem Diebstahl fest verbauter Autoteile für Schäden am Auto auf und erstattet den Zeitwert der entwendeten Gegenstände wie Airbags oder Lenkrad. Haben die Kriminellen keine fest verbauten Teile gestohlen, werden die Schäden ausschließlich mit einer Vollkaskoversicherung erstattet, da der Einbruch dann als Vandalismus zählt. Für gestohlene Gegenstände wie nicht fest verbaute Navigationsgeräte oder Gepäck springt die Hausratversicherung ein. Damit die Polizei verbaute Autoteile wie Radio oder Navigationsgerät nach einem Einbruch zuordnen kann, am besten die Seriennummern aufschreiben.

Bei einem Autoeinbruch im Ausland lautet die wichtigste Regel: Sofort die örtliche Polizeidienststelle informieren. Wichtig für die Schadenregulierung ist es, die Versicherung unverzüglich über den Vorfall zu informieren – also noch am Urlaubsort. Unter +49-116116 und +49-30 4050 4050 können Deutsche im Ausland die Sperrung ihrer Karten sowie der elektronischen Identitätsfunktion ihres Personalausweises veranlassen. Bei der Beschaffung eines Ersatzausweises hilft die diplomatische Vertretung. Diebstahlopfer erreichen sie unter der Telefonnummer +49-30 50002000.


Beim so genannten Jamming fangen Kriminelle das Funksignal des Autoschlüssels mithilfe eines Störsenders ab. Deshalb beim Abschließen immer auf das Absenken der Türverriegler, das Aufleuchten der Blinker oder das akustische Hupsignal achten. Nur dann ist das Auto auch wirklich abgeschlossen.
Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO

Foto: ERGO

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