Autobahn GmbH erteilt Zuschlag für 1.000 neue Schnellladepunkte an Rastplätzen

(dpa) In den nächsten Jahren soll sich nach den Plänen der Ampel die Zahl der E-Autos deutlich erhöhen. Doch dafür braucht es mehr Möglichkeiten zum Laden. Nun geht es einen Schritt voran, mit 1.000 Schnellladern an unbewirtschafteten Rastplätzen, die Fastned, E.ON, Autostrom Nord und TotalEnergies errichten.

Schneller Laden an der Piste: Die bundeseigene Agentur erteilte die Zuschläge für die Ausstattung von Rastplätzen, unter anderem an den niederländischen Pionier Fastned. | Foto: Fastned
Schneller Laden an der Piste: Die bundeseigene Agentur erteilte die Zuschläge für die Ausstattung von Rastplätzen, unter anderem an den niederländischen Pionier Fastned. | Foto: Fastned
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Alle 10 Minuten eine Ladesäule für Elektroautos an Autobahnen - das ist das langfristige Ziel des Bundes. Auf dem Weg dorthin hat die bundeseigene Autobahngesellschaft den Zuschlag für rund neue 1.000 Schnellladepunkte erteilt, wie die Autobahn GmbH am Freitag in Berlin mitteilte. Es gehe um Schnellladepunkte an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen. Sie sollen bis zum Jahr 2026 errichtet sein. Demnach gehen die Zuschläge an die Firmen Fastned Deutschland GmbH & Co KG, E.ON Drive Infrastructure GmbH, die Bietergemeinschaft Autostrom Nord und TotalEnergies MarketingDeutschland GmbH.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte laut Mitteilung, das Ladenetz an Autobahnen werde spürbar dichter. «Unser Ziel ist, dass bundesweit der nächste Schnellladestandort in wenigen Minuten erreichbar ist.» Michael Güntner, Chef der Autobahn GmbH des Bundes, sagte, um lange Strecken mit dem E-Auto zu bewältigen, müssten die Fahrerinnen und Fahrer verlässlich aufladen können.

E-Autos spielen eine wichtige Rolle in der Strategie der Bundesregierung, um Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Das Ziel lautet, dass bis 2030 sollen 15 Millionen E-Fahrzeuge auf den Straßen fahren. Derzeit sind es rund 1,5 Millionen rein elektrische Fahrzeuge. Unter Experten gilt es als fraglich, ob das Ziel erreicht werden kann. Ein Grund ist, dass die Bundesregierung unter Verweis auf Sparzwänge die staatliche Förderung beim Kauf von E-Autos Ende 2023 und damit deutlich früher als eigentlich geplant beendet hatte. 

Printer Friendly, PDF & Email