BMBF, BMWi und BMVI stellen Aktionsplan „Forschung für Autonomes Fahren“ vor

Die Bundesregierung intensiviert die Arbeit an der Mobilität der Zukunft: Der neue Aktionsplan „Forschung für autonomes Fahren – ein übergreifender Forschungsrahmen von BMBF, BMWi und BMVI“ bündelt Schwerpunkte und Leitlinien für die künftige Ausrichtung der Forschungsförderung für das autonome Fahren. Dies haben gestern das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beschlossen.

Bundesregierung bringt Mobilität der Zukunft voran. Foto: © metamorworks - stock.adobe.com
Bundesregierung bringt Mobilität der Zukunft voran. Foto: © metamorworks - stock.adobe.com
Bert Brandenburg

Der Aktionsplan ist Teil der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung. Autonomes Fahren bietet vielfältige Chancen: angefangen bei einem Plus an Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr bis hin zu Konzepten für eine emissionsfreie, intelligente und innovative Mobilität. Diese Chance will die Bundesregierung nutzen – für mehr Wachstum und Wohlstand.

Für den Erfolg des autonomen Fahrens ist die Entwicklung einer besonders zuverlässigen und sicheren Elektronik zentral. Nur eine vertrauenswürdige technische Basis ermöglicht neue Mobilitätsangebote, die von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen werden und ihnen nützen. Um den Automobilstandort Deutschland auch für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen, müssen bestehende Stärken im Fahrzeugbau mit einem Ausbau der Kompetenzen bei digitalen Technologien kombiniert werden. Hierfür wollen die beteiligten Ressorts ihre Forschungsmaßnahmen zum autonomen Fahren ab sofort noch stärker bündeln.

Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betont: „Autonomes Fahren muss Mobilität, Sicherheit und Datenschutz vereinen. Aber noch fehlen verlässliche Technologien. Hier setzt der Aktionsplan an. Durch das im Aktionsplan vereinbarte arbeitsteilige Vorgehen der drei Ressorts werden die zentralen Forschungsthemen nahtlos abgedeckt und wirksam gefördert. Dazu zählt vor allem die Beherrschung der Schlüsseltechnologien für das autonome Fahren – wie Sensorik, Elektronik, Künstliche Intelligenz und Big Data. Das BMBF hat in seiner Forschungsagenda seit 2015 rund 150 Mio. Euro in das autonome Fahren investiert. Nun wollen wir gemeinsam auf das Erreichte aufbauen und bisher noch ungenutzte Potenziale ausschöpfen – für sicheres autonomes Fahren »Made in Germany«.“

Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstreicht: „Der Automobilsektor gehört zu den Grundpfeilern unserer Wirtschaft und autonomes Fahren ist – neben der Elektromobilität – das Zukunftsthema der Branche. Das BMWi unterstützt die deutschen Autobauer daher schon seit Jahren mit Leuchtturmprojekten. Zurzeit laufen 6 Großprojekte mit einem Projektvolumen von rund 200 Mio. Euro. Wir konzentrieren uns dabei auf Methoden, die automatisierte Fahrfunktionen zuverlässig machen. Zukünftig wird unser Schwerpunkt allerdings auf künstlicher Intelligenz für das autonome Fahren liegen“.

Guido Beermann, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, erläutert: „Die Mobilität der Zukunft beginnt jetzt – und wir sind mittendrin. Das automatisierte und vernetzte Fahren wird eine der prägenden Technologien der kommenden Jahrzehnte sein. Sie bietet zudem neue Möglichkeiten für den ÖPNV und die Anbindung ländlicher Gebiete und ein Plus für mehr Verkehrssicherheit und Klimaschutz. Unter Federführung des BMVI ist die Umsetzung der Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren der Bundesregierung bereits auf einem guten Weg. Mit dem Aktionsplan bringen wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet nun noch weiter voran. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen diese Kernkompetenz für den Autobau des 21. Jahrhunderts stärken und Deutschlands Status als führender Technologiestandort sichern.“

Der Aktionsplan kombiniert die Kompetenzen der beteiligten Ressorts effizient. Die Forschungsförderung deckt die nötige Themenbreite nahtlos ab. Ziel ist es, die technologische Souveränität Deutschlands in diesem Schlüsselbereich der Innovationskette zu stärken und so die Rolle der deutschen Automobilbranche als Leitanbieter des autonomen Fahrens zu sichern.

Als Gerüst für die weitere Ausgestaltung der Forschungsförderung zum autonomen Fahren wird der Aktionsplan in den nächsten Monaten konkret ausgestaltet: Die beteiligten Ressorts werden Maßnahmen auf den Weg bringen und den intensiven Austausch mit weiteren Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft suchen. So steht für die zukünftige programmatische Gestaltung der Förderung eine breite Wissensbasis bereit und der ständige Abgleich der einzelnen Aktivitäten ermöglicht passgenaue Fördermaßnahmen und die Nutzung von Synergien.

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