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CES 2020: Niu expandiert mit E-Motorrad und überdachtem Dreirad-Roller

Auch Niu hat die CES für weitere Innovationen genutzt. Man zeigte erstmals das E-Motorrad RQi-GT und den dreirädrigen E-Roller TQi-GT.

Niu erweitert seine Palette massiv nach oben. | Foto: G. Soller
Niu erweitert seine Palette massiv nach oben. | Foto: G. Soller
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Niu möchte Pendler vom Auto aufs Leichtfahrzeug ziehen – emotional oder überdacht. Dabei stellt der Rollerhersteller mit dem E-Motorrad RQi-GT kommt eine kräftige Maschine auf die Messe, die bis zu 160 km/h schnell sein soll und bis zu 130 Kilometer Reichweite bietet - allerdings bei moderaten Stadt-Geschwindigkeiten 48 km/h im Schnitt. Der 30 kW starke E-Motor ist eine Eigenentwicklung, das Hinterrad wird konventionell über eine Kette angetrieben. Zwei Wechsel-Akkus mit Zellen von Panasonic bieten 6,5 kWh Gesamtkapazität. Weitere Angaben zu Ladeleistung und -dauer macht Niu noch nicht.

Die Connectivity-Funktionen setzen Maßstäbe, weshalb Niu auch vom „intelligenten Motorrad“ spricht: Per 5G-Anbindung sind auch die Akku-Packs mit dem Internet of Things verbunden, damit ständig Informationen zum Ladestand oder Akku-Zustand abgerufen werden können. Mit GPS-Modul soll die Internet-Anbindung auch einen Diebstahlschutz bieten: Sollte das Bike gestohlen werden, kann es getrackt werden und: Over-the-Air-Updates sind selbstverständlich. Außerdem soll der Reifendruck per App kontrolliert werden können. Ein adaptiver Frontscheinwerfer kann trotz Schräglage gezielt in Kurven hineinleuchten.

Viele dieser Funktionen bietet auch der überdachte Dreiradscooter TQi-GT, der einen Wankausgleich und autonome Fahrfunktionen bietet. Niu-CEO Yan Li erklärt dazu:

„In übervölkerten Städten ist die Überlastung weit verbreitet, was die Pendler Zeit und Geld kostet und sich nachteilig auf die Umwelt auswirkt.“

 Zwar darf das Dreirad in der Stadt vorerst noch nicht autonom scootern, kann aber schon selbstständig parken. Mit dem gepolsterten Sitz, der großen Scheibe und der Verkleidung will Niu auch Autofahrer gewinnen. So nennen die Chinesen das Dreirad dann auch  „Urban Performance Electric Communter“. Angetrieben wird der „Commuter“ von einem Bosch-Antrieb im Heck und die Akkus sollen bis zu 240 Kilometer Reichweite bieten!

Im zweiten Halbjahr 2020 soll die Produktion starten, einige Monate später sollen sie auch Kunden zur Verfügung stehen. Gestartet werden soll vorerst in den USA  Austin, Miami, Ft. Lauderdale, San Francisco, San Diego, Washington DC, Chicago und Honolulu. Dort will Niu auch erstmals Fahrzeuge auch an Endkunden verkaufen – bislang sind die E-Roller nur in Sharing-Angeboten verfügbar. Dabei wird es sich um die E-Roller-Modelle NQi-GTs Pro und MQi-GT handeln. Die Preise sollen bereits bei 2.000 Dollar starten.

Was bedeutet das?

Niu hat auf der CES einen Riesenschritt getan und konkurriert ab sofort auch mit Motorrad- und indirekt auch mit Autoherstellern. Denn die CES-Neuheiten weichen weit über das bisherige Scooter- und E-Bike-Portfolio hinaus!

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