Corona-Krise: Deutsche Umwelthilfe für temporäres Tempolimit

Um Ärzte und Krankenhäuser zu entlasten fordert die Deutsche Umwelthilfe eine sofortige Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 100/120 für Autobahnen und Tempo 80 außerorts.

Foto: Alexas_Fotos auf Pixabay
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Torsten Buchholz

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) argumentiert, dass mit dieser Maßnahme die Unfallzahl verringert und eine unmittelbar wirksame Entlastung von Ärzten, Pflegediensten, Rettungsstellen und Krankenhäusern angesichts der immer noch zunehmenden Zahl der zu behandelnden Covid-19-Patienten sichergestellt werde. Die DUH schlägt vor, die von der niederländischen Regierung im März 2020 gewählte Beschränkung auf Tempo 100 km/h tagsüber (6-19h) beziehungsweise 120 km/h nachts (19-6h) auch als temporäre Regelung für deutsche Bundesautobahnen zu übernehmen.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, erklärt:

„Angesichts der noch kommenden Herausforderungen für unser Gesundheitssystems durch den Corona-Virus sollte unsere Bundesregierung zumindest für die Dauer der Pandemie eine temporäre Geschwindigkeitsbeschränkung einführen. Die erschreckend hohe Zahl der aktuell 145.000 jährlichen Leicht- und Schwerverletzten auf Autobahnen und anderen Außerorts-Straßen würde sich durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Anzahl und Schwere der Verletzungen segensreich verbessern. Die Krankenhäuser brauchen in den nächsten Wochen und Monaten jedes einzelne Bett, um Covid-19-Erkrankte versorgen zu können.“

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