Coronakrise: VEDA fordert, Abendversorgung der Lkw-Fahrer sicherzustellen

Der Branchenverband der Autohöfe VEDA wendet sich gegen eine Schließung der Autohof-Restaurants vor 22:00 Uhr, um die Abendversorgung der Lkw-Fahrer sicherzustellen.

Autohof Schweitenkirchen | Foto: VEDA
Autohof Schweitenkirchen | Foto: VEDA
Torsten Buchholz

„Unter der sich täglich verschärfenden Corona-Krise begrüßen die deutschen Autohöfe die von der Bundesregierung und den Ländern ergriffenen Vorsorgemaßnahmen. Eingriffe in gewohnte Abläufe sehen wir unter den aktuellen Bedingungen als notwendig an und finden in unseren Betrieben kompromisslose Unterstützung“, heißt in einer aktuellen Mitteilung der VEDA.

Bei der Sicherung der Lieferketten würden die Autohöfe aber auch in besonderer Verantwortung. Ohne die zuverlässige Arbeit der Lkw-Fahrer, breche die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und aller sonstige Versorgungsgüter zusammen. Der im normalen Tagesgeschäft schon stressige Job des Lkw-Fahrers werde momentan hart auf die Probe gestellt.

Damit sich der Fahrer zumindest in seiner nächtlichen Ruhezeit ausreichend erholen kann, wollen die Autohöfe den Fahrern nach wie vor ein sicherer Hafen sein, in dem sie zuverlässig ihre Pause verbringen können und menschenwürdig behandelt werden, so die VEDA weiter. Dazu würden ausreichend Parkplätze, saubere Duschen und auch ein Abendessen außerhalb seines Fahrerhauses gehören. Die Begrenzung der Öffnungszeiten von Restaurants und Gasthäusern zur Infektionsprävention sei bundesweit Realität. Mit den beschlossenen Öffnungszeiten bis längstens 18:00 Uhr sei die Versorgung der Lkw-Fahrer und Reisenden entlang der Autobahnen jedoch stark gefährdet.

Entsprechend der Verwaltungsvorschriften zur StVO seien Autohöfe verpflichtet, nicht nur die Kraftstoffversorgung, sondern auch den Reisebedarf aller Reisenden rund um die Uhr sicherzustellen. Die Ruhezeiten der Lkw-Fahrer würden meist erst ab 18:00 Uhr beginnen. Die beschlossene frühe Schließung der Autohof-Restaurants gefährde damit die Versorgung insbesondere der Lkw-Fahrer und damit auch die nationalen und internationalen Lieferketten. Die VEDA fordert deshalb:

„Die Versorgung der Lkw-Fahrer, die täglich entlang der Autobahn rasten und übernachten, muss unbedingt sichergestellt bleiben. Ohne Ihre Arbeit ist unser aller Versorgung in Gefahr. Bei der Ausarbeitung der Notfallpläne ist es daher unbedingt notwendig, für die Restaurants der Autohöfe die Öffnungszeit bis 22:00 Uhr zu verlängern. Geforderte Restriktionen für Restaurants bezüglich Sitzabständen, Maximalbelegungen, Hygiene, etc. werden selbstverständlich umgesetzt und finden unsere volle Unterstützung.“

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