Dekra-Empfehlung: Corona-Maske nicht ins Sichtfeld hängen

Ohne die Mitnahme eines Mund- und Nasenschutzes sollten Autofahrer nicht unterwegs sein.. Denn wer sich spontan ein belegtes Brötchen kaufen oder auch nur tanken will, braucht dafür die Maske. Viele bewahren deshalb mindestens ein Exemplar im Fahrzeug auf. Aber: Bitte nicht an den Rückspiegel hängen, warnen die Dekra-Experten.

Foto: obs/Dekra SE/Thomas Küppers/Dekra
Foto: obs/Dekra SE/Thomas Küppers/Dekra
Torsten Buchholz

Peter Rücker, Leiter der Dekra-Unfallforschung, sagt:

„Schon vergleichsweise kleine Spiegelanhänger wie Schlüsselbänder, Duftbäume oder dergleichen sind aus unserer Sicht gefährlich. Das gilt für die Mund-Nasen-Schutzmaske mit ihrer relativ großen Fläche umso mehr."

Das Problem dabei sei nicht allein, dass das Sichtfeld des Fahrers eingeschränkt wird, und zwar besonders beim Rechtsabbiegen. Hinzu komme, dass Anhängsel am Innenspiegel ihn auch ablenken. Rücker:

„Durch das ständige Gebaumel gewöhnt man sich als Autofahrer daran, dass sich am Rand des eigenen Blickfelds immer etwas bewegt. Die Folge davon ist, dass man Bewegungen außerhalb des Fahrzeugs, etwa von Radfahrern oder Fußgängern am rechten Fahrbahnrand, erst viel später wahrnimmt.“

So könne es zu schweren Unfällen kommen, die vermeidbar gewesen wären. Rücker weiter:

„Die Maske dient ja dem Schutz der Mitmenschen. Wer sie unbedacht am Rückspiegel aufbewahrt, bewirkt das Gegenteil: Er gefährdet andere Verkehrsteilnehmer.“

Seine Empfehlung:

„Bewahren Sie Ihre Corona-Maske im Auto in einem der Staufächer auf. Die meisten Fahrzeugmodelle bieten davon reichlich. Der Rückspiegel jedenfalls taugt nicht als Garderobenhaken.“

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