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Die besten Winter-Tipps für den Lkw

Winterzeit ist Pannenzeit - Der ADAC Truckservice gibt hilfreiche Winter-Tipps zur Pannenvorbeugung und zeigt, wie man die Klassiker unter den Winterpannen vermeidet.

Bei Glätte, Schnee oder Matsch sind Winterreifen an allen permanent angetriebenen Antriebsachsen von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen Pflicht, dabei sollte das Profil gerne einen Puffer zur gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe haben. | Foto: pixabay/Kristián Ivančo
Bei Glätte, Schnee oder Matsch sind Winterreifen an allen permanent angetriebenen Antriebsachsen von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen Pflicht, dabei sollte das Profil gerne einen Puffer zur gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe haben. | Foto: pixabay/Kristián Ivančo
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Julian Kral

Mit der kalten Jahreszeit beginnt die heiße Phase bei den Pannendiensten, dann machen Schnee und Eis es den Fahrern wieder schwer und bescheren den Servicedienstleistern viel Arbeit. Das A und O ist dabei die richtige Bereifung, befindet der ADAC Truckservice und gibt Tipps, wie Trucker möglichst pannenfrei durch den Winter kommen.

Bei Glätte, Schnee oder Matsch sind Winterreifen an allen permanent angetriebenen Antriebsachsen von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen Pflicht. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, besser sind allerdings 4 Millimeter Restprofil und mindestens eine mit 6 Millimetern Restprofil ausgestattete Antriebsachse, erklären die Profis vom Servicedienstleister. Ebenfalls sollte nicht vergessen, nach dem Radwechsel auf den Winterpneu nach etwa 50 bis 100 Kilometern die Radmuttern nachzuziehen. Zudem sei es ratsam, die Schneeketten zu kontrollieren und das Anlegen dieser zu trainieren. Letzteres fordert nämlich selbst erfahrene Lkw-Lenker immer wieder heraus, so der ADAC.

Neben dem Profil sei für guten Grip vor allem die Kontrolle des Reifendrucks wichtig. Ist er zu hoch oder zu gering, setze sich das Profil schneller zu, der Bremsweg verlängere sich und das Fahrzeug komme leichter ins Rutschen, erklärt der Truckprofi. Neben einem höheren Spritverbrauch verschließen so auch die Reifen schneller oder platzen sogar.

Die Strafen für nicht angepasste Bereifung liegen laut ADAC übrigens bei 60 Euro, 80 Euro werden bei Behinderung und 120 Euro bei einem Unfall fällig - jeweils zuzüglich eines Punkts.

Wer im Ausland unterwegs ist, sollte sich über die Rechtsvorschriften bezüglich Winterreifen und Schneeketten auf der Route schlau machen, denn diese variieren in Europa erheblich. Bei Missachtung von nationalen Winterreifenpflichten drohen so teilweise drastische Strafen bis hin zu Einreiseverboten, Führerscheinentzug und Bußgeldern bis zu 5000 Euro.

Klassische Winterpannen: Batterie, Licht, Bremse

Die Klassiker unter den Lkw-Winterpannen sind schwache Batterien, Defekte an der Beleuchtung und eingefrorene Bremsventile. Viele elektrische Verbraucher und die höhere Belastung beim Anlassen eines kalten Dieselmotors fordern die Batterie zusätzlich. Meist zeigt sich schon am ersten richtig kalten Tag, ob die Batterie noch genügend Kraft hat. Stimmt die Säuredichte, können selbst hohe Minusgrade der Batterie nichts anhaben.

Um ein Versagen der Bremse zu verhindern, müssen der Frostschutz im Bremssystem geprüft und die Entwässerungsventile an Druckluftkesseln proaktiv betätigt werden.

Anfällig für Korrosion infolge von Nässe und Salz sind alle Verbindungsteile aus Metall. Kabel mit Scheuerstellen, Batterieübergabepunkte oder Anhängersteckdosen sollten zur Vorbeugung regelmäßig gecheckt und gründlich gereinigt werden. Ein wachsames Auge sollte der Fahrer auf gesplittertes Plastik oder poröse Dichtungen haben, durch die Feuchtigkeit in die Lampen eindringen und einen Kurzschluss verursachen kann.

Auch eine angepasste Fahrweise sollte bei Eis und Schnee selbstverständlich sein. Bei schlechter Sicht durch Nebel, Schnee oder Regen (weniger als 50 Meter) gilt für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zudem ein Überholverbot. Die Missachtung führt zu einem Bußgeld von 120 Euro und einem Punkt in Flensburg.

Außerdem gilt: Die Klimaanlage auch im Winter ab und zu einschalten, das hält die Dichtungen geschmeidig und garantiert, dass sie am ersten heißen Tag auch funktioniert.

Und zu Guter letzt: Türgummis mit Hirschtalg behandeln verhindert ein Einfrieren der Tür. Die warme Decke gehört ins Fahrzeug, der Türschlossenteiser ins Handgepäck und nicht vergessen zu tanken, sobald die Tanknadel sich Richtung Viertelvoll neigt. Gute Fahrt!

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