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Die IAA wandelt ihr Konzept: Mobilitäts-Plattform mit Link in die Stadt

Der Veranstalter zieht Konsequenz aus den rückläufigen Besucherzahlen und Debatten und schreibt die Messe mit runderneuertem Konzept aus. Als neuer Veranstaltungsort sind Berlin, München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Stuttgart bereits im Rennen.

Die Stadt einbeziehen will der VDA mit dem neuen Konzept für die IAA. Die Ausschreibung läuft derzeit. | Foto: VDA
Die Stadt einbeziehen will der VDA mit dem neuen Konzept für die IAA. Die Ausschreibung läuft derzeit. | Foto: VDA
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Julian Kral
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Verband der Automobilindustrie VDA hat die Ausschreibung für die IAA 2021 mit einem grundlegend veränderten Konzept gestartet. Nach den Protesten und Debatten um die letzte Ausgabe der Messe in Frankfurt im vergangenen September, bei der sowohl die Besucher- als auch Ausstellerzahlen rückläufig waren, will man die Veranstaltung von einer Automobilschau zu einer Mobilitätsplattform verwandeln. Ziel sei es, "neben der Leistungsschau in den Hallen die Innovationen und Erlebniswelten auch in die Stadt zu den Bürgern" zu bringen, wie der VDA formuliert.

„Unser Konzept für die IAA sieht etwas völlig Neues vor. Die IAA wird keine reine Autoshow mehr sein, sondern eine Mobilitätsplattform. Sie wird auch raus aus den Messehallen und in die Städte gehen“,  erklärte der zum Jahresende aus dem Amt scheidende VDA-Präsident Bernhard Mattes.

Den Verantwortlichen schwebt dabei eine Art Dialog- und Themenplattform vor und die IAA soll sich zu einem "Ort des Wissensaustauschs" entwickeln – "unter Beteiligung der Automobilindustrie und anderen Branchen sowie unter Einbeziehung der Stadt, die 2021 Ort der neuen IAA wird", wie es weiter heißt.

Neben dem Testparcours soll es eine Erlebnisachse geben

Den Kern bildeten dabei neben der Ausstellung selbst auch zwei Erlebniswelten, eine davon wie bisher auch mit Teststrecken und Parcours, die andere als "Erlebnisachse". Diese soll Verbindungsglied zwischen dem Kern der IAA auf einer zentralen Fläche und dem urbanen Spot sein. Nach Vorstellung des Verbands würden dort Konzept-, Test- und Serienfahrzeuge der Aussteller pendeln und für Besucher "neueste Technologie bis hin zum automatisierten Fahren erlebbar machen". Nach dem Wunsch des VDA würden dabei städtische Verkehrsangebote, darunter der ÖPNV, zu einem neuen Mobilitätskonzept verschmelzen, das städtische Infrastruktur wie Wasserstofftankstellen, Ladesäulen und Mobilitäts-Hubs miteinbeziehen könne.

„Wir wollen, dass schon die kommende IAA über die Zeit des Events hinauswirkt. Mit dem Abbau der Stände ist nicht alles vorbei, sie soll etwas Nachhaltiges schaffen. Im besten Fall ist sie Anstoß für die Etablierung neuer Konzepte und Testfelder eines neuen Mobilitätsmixes in der ausrichtenden Stadt. Über dieses Konzept reden wir derzeit mit mehreren Städten“, skizzierte Bernhard Mattes die Vision.

An der Ausschreibung haben sich laut DPA bereits die Städte Berlin, München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Stuttgart beteiligt. Man sei offen für weitere Kommunen, die sich an dem laufenden Bewerbungsverfahren beteiligen wollen, teilt der Verband weiter mit.

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