Die IAA zeigt sich als die internationale Plattform der Mobilität der Zukunft.

Alle wichtigen Themen – Elektromobilität, Klimaschutz, Digitalisierung, urbane Mobilität und vieles mehr – werden auf der IAA 2019 in einer Breite gezeigt und Tiefe diskutiert, wie das auch im internationalen Vergleich beispiellos ist.

Die IAA zeigt sich als die internationale Plattform der Mobilität der Zukunft.
Die IAA zeigt sich als die internationale Plattform der Mobilität der Zukunft.
Bert Brandenburg

Im digitalen Zeitalter geht es nicht mehr allein um vermietete Quadratmeter Fläche, sondern um Relevanz. Auf der IAA zeigen die Hersteller der Welt, wie Sie um die Themen der Mobilität der Zukunft ringen und konstruktiv debattieren. Hier zeigen alle, wie der Erfindergeist und Pioniergeist die Herausforderungen der Zukunft lösen kann. Gerade in den Social Media ist die IAA in neue Dimensionen vorgedrungen, die selbst Optimisten im VDA vorher nicht für möglich gehalten hätten. Die IAA ist mit einer Reichweite von über 250 Mio. die mit Abstand wichtigste Mobilitätsplattform. Die Reichweite der „Frankfurt Motor Show“ ist mehr als doppelt so groß wie z. B. die des Genfer Autosalons

Das gesellschaftspolitische Umfeld dieser IAA ist ein besonderes. Verschiedene NGO hatten bereits vor Wochen Demonstrationen am ersten IAA-Samstag angekündigt, hinzu kam am ersten IAA-Sonntag die von anderen auto-kritischen Gruppen geplante Blockade der IAA. Der VDA hat sich auf diese Lage eingestellt und den NGO ein Dialogangebot gemacht, das von fast allen angenommen wurde: Mit der Podiumsdiskussion am 05.09. in Berlin, mit dem Bürgerdialog am 13.09. in Frankfurt. Zudem wurden alle Themen der Mobilität der Zukunft auf der IAA Conference mit über 200 hochrangigen Speakern – auch kritischen Stimmen – behandelt.

Und es spricht für sich, dass selbst am Wochenende – trotz Demo und Blockade – über 110.000 Besucher auf die IAA kamen. Am Sonntag protestierten 500 Leute vor den Toren der IAA – auf der IAA waren 50.000 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, Mobilitätsfans. Es blieb friedlich, die Sicherheit der IAA-Besucher und aller anderen Bürger war stets gewährleistet.

Das große gesellschaftspolitische Thema dieser IAA sind Klimaschutz und individuelle nachhaltige Mobilität. Für den VDA sind das keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille: „Wir stehen zu den Pariser Klimaschutzzielen, wir wollen die strammen EU-Ziele für 2030 erreichen. Aber wir sind davon überzeugt, dass das nur mit dem modernen Auto geht, nicht ohne das Auto. Darin unterscheiden wir uns von denjenigen, die das Auto schlicht verbieten oder ganz abschaffen wollen. Wir sehen dies auch in unseren Besucherbefragungen: Im Mittelpunkt des Besucherinteresses stand die Elektromobilität. Unsere Aussteller sind besonders beeindruckt, wie gut die IAA-Gäste gerade bei Elektrofahrzeugen informiert und wie konkret ihre Fragen sind. Außerdem waren natürlich sportliche Autos besondere Highlights für die IAA-Besucher“, so VDA-Präsident Mattes.

Die Attacken, die in den vergangenen Wochen gegen das Auto und insbesondere gegen den SUV geritten wurden, sind Zeichen einer überhitzten Diskussion. Eine bedeutende Tageszeitung in Deutschland hat gestern zu Recht geschrieben: „Wir brauchen mehr Nüchternheit in der Debatte“. Es macht keinen Sinn, „die umsatzstärkste Industriebranche noch mit einem fast religiösen Furor unter Druck zu setzen“, wie dort zu lesen war.

Deutschland ist Industrieland, war immer Autoland, hier wurde das Auto erfunden. Darauf sind wir stolz. Und hier entwickeln wir das Auto weiter als integralen Teil einer Gesamtlösung der Mobilität. Die Menschen wollen mobil sein. Es geht nicht um die Abschaffung individueller Mobilität, sondern um mehr Nachhaltigkeit, um geringere Emissionen durch Innovation. Und hierzu gehört das Auto – emissionsfrei und vernetzt.

Diejenigen, die die IAA vorab und zu Unrecht als ein Forum etikettieren wollten, das durch „größere Autos, mehr PS, höheren Verbrauch“ gekennzeichnet sei, sollten sich selbst ein Bild von dieser Mobilitätsplattform machen: Mehr serienmäßige Elektromobilität gab es bislang noch auf keiner anderen IAA. Wir lösen die Aufgaben nicht durch Verbote, sondern durch innovative Produkte, die neue Maßstäbe bei Emissionen setzen.

Für die Besucher ist die IAA vor allem auch eine große Erlebniswelt: Die Probefahrten waren trotz höherer Fahrzeuganzahl jeden Messetag bereits morgens ausgebucht, vor dem Offroad Parcours auf der Agora und dem autonomen Shuttle bildeten sich lange Schlangen, und auch der E-Move-Track wurde durchgehend sehr stark frequentiert. Die IAA Heritage by Motorworld wurde zu einem neuen Publikumsliebling, die Gänge waren gesäumt von Automobilbegeisterten jeden Alters. Zehntausende Besucher konnten so die „IAA Experience“ mit allen Sinnen erleben.

Dass diese IAA mit ihrer geringeren Zahl an ausstellenden Automobilmarken weniger Besucher als 2017 aufweisen würde, hatte der VDA erwartet. Hinzu kam das erste IAA-Wochenende, das es den Besuchern alles andere als einfach machte, auf die IAA zu kommen. Unter dem Motto „Driving tomorrow“ präsentiert sich die IAA 2019 in Frankfurt am Main als die internationale Plattform der Mobilität in einer nie dagewesenen Breite und Vielfalt. Die Transformation der gesamten Branche verändert auch die IAA.

Was bedeutet das?

Die IAA wird ihre Stärken – die gesamte Wertschöpfungskette, die Erlebniswelt, die Premieren und das internationale Conference-Programm – weiter ausbauen. Denn die IAA wird auch künftig die international relevanteste Plattform für die Innovationskraft der gesamten Automobilindustrie sein. Sie bietet den Besuchern individuelle nachhaltige Mobilität zum Anfassen – und sie öffnet 2021 erneut weit das Fenster zur Mobilität von morgen.

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