E-Auto-Prämie: Fast zwei Millionen Anträge seit 2016

Die neueste Zwischenbilanz der Anträge für den 2016 in Deutschland gestarteten „Umweltbonus“ zeigt, dass bis zum 1.6.2023 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) insgesamt 1.976.286 Förderanträge eingingen.

Vorsprung: Während Tesla Model 3 und Model Y in den Top 10 der Förderanträge ganz vorn parken, sind japanische Modelle dort (noch) nicht vertreten. | Foto: G. Soller
Vorsprung: Während Tesla Model 3 und Model Y in den Top 10 der Förderanträge ganz vorn parken, sind japanische Modelle dort (noch) nicht vertreten. | Foto: G. Soller
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Die Förderprämie hilft massiv beim Hochlauf der Elektromobilität respektive der Elektrifizierung der Fuhrparks. Allein seit dem 1.5.2023 sind 28.608 Anträge neu hinzugekommen. Für reine Batterie-Elektroautos wurden beim Bafa bisher insgesamt 1.170.972 Anträge eingereicht. Noch liegen die Plug-ins knapp dahinter – für sie lief die Prämie allerdings 2023 aus. Sie kommen auf 804.861 Anträge. Für Wasserstoff-Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle sind 453 Anträge eingegangen, was zeigt, dass das Thema im Pkw-Segment eher schwierig bleiben dürfte.

 

Im Anschluss haben wir einige interessante Tabellen bezüglich des aktuellen Antragsstandes aufgelistet.

Anträge je Bauart – insgesamt 1.976.286. Hier dominieren die batterieelektrischen Modelle klar.

Reine Batterieelektrofahrzeuge: 1.170.972

Plug-in-Hybride: 804.861

Brennstoffzellenfahrzeuge: 453

 

Anträge nach Antragsteller: Privatpersonen und Unternehmen halten sich fast die Waage. Erstaunlich schwach sind Kirchen und gemeinnützige Organisationen vertreten, ebenso wie Freiberufler.

Privatperson: 826.847

Freiberuflich tätige Person: 7

Unternehmen: 979.401

Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 9.889

Privatunternehmen: 12

Verein: 820

Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 6.279

Kommunale Betriebe: 1.221

Kommunaler Zweckverband: 204

Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 2

gemeinnützige Organisation: 2

Stiftung: 1.107

Körperschaft: 14.299

Eingetragene Genossenschaften: 1

Einzelunternehmer: 19

 

Hersteller-Top-10: Hier findet man mit Ausnahme von Tesla fast das gewohnte Bild – die einheimischen Hersteller vor dem Rest, gefolgt von Tesla, Renault und Hyundai. Audi, Opel und Seat sind hier eher unterdurchschnittlich vertreten.

Volkswagen: 277.813

Mercedes-Benz: 183.504

BMW: 158.444

Tesla: 152.26)

Renault: 131.830

Hyundai: 114.255

Audi: 110.689

Opel: 76.752

Seat: 74.391

Kia: 73.676

 

Modell-Top-10: Hier ändert sich das Bild und Teslas Model 3 führt, während der VW ID.3 erst auf Rang drei kommt. Interessant sind die (noch) starken Positionen von Renault Zoe und BMW i3.

Tesla Model 3: 95.410

Renault Zoe: 89.954

VW ID.3: 65.447

Tesla Model Y: 56.313

VW e-up!: 56.308

Hyundai Kona elektro: 54.589

Smart ForTwo EQ: 48.924

Fiat 500e: 47.549

BMW i3: 44.150

VW ID.4: 37.216

Anträge je Bundesland: Es verwundert nicht – die einwohnerstärksten und monetär am besten gestellten Bundesländer geben hier den Ton an. Für die schiere Einwohnerzahl schneidet Berlin vergleichsweise schwach ab.

Baden-Württemberg: 297.451

Bayern: 373.187

Berlin: 60.286

Brandenburg: 39.337

Bremen: 10.146

Hamburg: 44.024

Hessen: 180.063

Mecklenburg-Vorpommern: 16.473

Niedersachsen: 183.421

Nordrhein-Westfalen: 479.468

Rheinland-Pfalz: 94.010

Saarland: 22.910

Sachsen: 52.137

Sachsen-Anhalt: 25.326

Schleswig-Holstein: 66.650

Thüringen: 30.784

Unbekannt: 613

Was bedeutet das?

Die Liste zeigt, dass die Förderung gut angenommen wird und wie viel sich schon wieder tat: Noch finden sich Fahrzeuge in den Top Ten, die gar nicht mehr produziert werden. Man darf gespannt sein, ab wann sich die Fördertöpfe schließen und wie es dann weitergeht.

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