E-Mobilität wird immer beliebeter

Die Stimmung für die E-Mobilität steigt. Laut einer E.ON-Umfrage liebäugeln bereits 64 Prozent der deutschen Führerscheinbesitzer mit dem elektrischen Antrieb. Ihr Hauptargument ist die Nachhaltigkeit.

Offen für "E": Die Mobilitätsstudie von E.ON ermittelte quer durch alle Bundesländer zunehmende Bereitschaft, einen Stromer zu kaufen. | Foto: E.ON
Offen für "E": Die Mobilitätsstudie von E.ON ermittelte quer durch alle Bundesländer zunehmende Bereitschaft, einen Stromer zu kaufen. | Foto: E.ON
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Bei einer repräsentativen Umfrage des Energieversorgungskonzerns E.ON haben sich zwei Drittel der deutschen Führerscheinbesitzer offen für die Elektromobilität gezeigt. In der sogenannten "E.ON E-Mobilitätsstudie 2020" zeigt sich eine klare Mehrheit der Führerscheinbesitzer in Deutschland einem reinen E-Auto offen gegenüber.

"Für 64 Prozent kommt die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs prinzipiell in Frage“, erklärt Jonas Prudlo, bei E.ON Deutschland für Energielösungen verantwortlich.

Besonders offen für E-Autos seien die Altersgruppen zwischen 18 und 44 Jahren, hier lägen die Zustimmungswerte zwischen 76 und 72 Prozent. Bei den 45- bis 54-Jährigen kommt für 61 Prozent ein E-Auto in Frage, bei den 55- bis 69-Jährigen immerhin noch für 49 Prozent. Mit einer Zustimmungsquote von 71 Prozent sind Männer insgesamt überzeugter von den „Stromern“ als Frauen mit 57 Prozent. Auf Bundesland-Ebene findet man die meisten E-Auto-affinen in Rheinland-Pfalz, dort können sich 74 Prozent der Befragten die Anschaffung eines Elektroautos vorstellen, gefolgt von Berlin (73 Prozent) und Hamburg (69 Prozent).

Grüne Gründe: Nachhaltigkeit als Kaufaspekt vorn

Bei den Gründen fürs E-Mobil stehe klar das Themenfeld „Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Klimaschutz“ im Vordergrund: 62 Prozent der E-Auto-Sympathisanten geben dies als Motivation für einen möglichen Elektroauto-Kauf an. Für 55 Prozent seien es Kaufprämien und steuerliche Vorteile, 51 Prozent würden ein E-Auto anschaffen, weil sie dies für die Technik der Zukunft halten, und 41 Prozent nennen die geringeren Betriebs- und Wartungskosten als Grund. Für 40 Prozent sei wichtig, dass sie Fahrverbote in Städten dann nicht betreffen. Bei Menschen, die bereits ein E-Auto fahren und im Eigenheim wohnen, steht wiederum die Photovoltaik hoch im Kurs: 62 Prozent von ihnen geben an, bereits eine Anlage zur Solarstromerzeugung zu besitzen.

„Gerade in der Kombination mit einer eigenen Solaranlage bietet sich ein Elektroauto an, um zu Hause günstig und umweltfreundlich ‚vollzutanken‘“, ergänzt Jonas Prudlo.

Insgesamt begrüßen die befragten Führerscheinbesitzer eine staatliche Förderung der Ladeinfrastruktur: 83 Prozent finden es richtig, dass ein Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur – etwa an Autobahnen oder in Städten – staatlich unterstützt wird. Ebenfalls 83 Prozent sind für eine Bezuschussung oder Förderung von Lademöglichkeiten in privaten Wohnhäusern.

Massiv unterschätzt: Die Zahl der Ladestationen

Die Umfrage zeige auch, dass die Deutschen die Anzahl der verfügbaren öffentlichen Ladestationen um ein Vielfaches unterschätzen. 66 Prozent der Befragten glauben, dass es weniger als 12.500 Ladestationen in Deutschland gibt. Tatsächlich gibt es laut E.ON Energieatlas derzeit fast 20.000 öffentliche Ladestationen für E-Autos. Um die Akzeptanz der E-Mobilität insgesamt weiter zu stärken, investiere man auch weiterhin umfangreich in die deutsche und europäische Ladeinfrastruktur, bekräftigte der Energiekonzern. Zudem unterstütze man Unternehmen, Kommunen und Privatkunden beim Auf- und Ausbau von Lademöglichkeiten.

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