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E-Racer auf Rekordjagd - Volkswagen ID.R versucht sich an der "Grünen Hölle"

Mit dem ID.R jagt Romain Dumas demnächst den Rundenrekord für Elektro-Fahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife. Ein Rundenrekord auf der Berg-und-Tal-Bahn in der Eifel gilt als Ritterschlag für jedes Renn- oder Serienfahrzeug.

Der ID.R bei Testfahrten auf der Nordschleife. | Foto: Volkswagen AG
Der ID.R bei Testfahrten auf der Nordschleife. | Foto: Volkswagen AG
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Julian Kral

Einen Rundenrekord in der "Grünen Hölle" am Nürburgring aufstellen - Das ist der Ritterschlag für jedes Renn- oder Serienfahrzeug. Volkswagen versucht sich mit dem rein elektrisch angetriebenen ID.R an der Redkordjagd in der 20,832 Kilometer langen Nordschleife. Am Steuer des ID.R wird erneut Automobilrennfahrer Romain Dumas sitzen. Der Franzose ist viermaliger Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring und einer der erfolgreichsten Nordschleifen-Experten überhaupt.

„Die Nürburgring-Nordschleife ist meine Lieblingsrennstrecke. Obwohl ich dort schon Tausende von Kilometern gefahren bin, kriege ich jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich das erste Mal wieder aus der Boxengasse herausfahre. Mit dem fast lautlosen ID.R durch so geschichtsträchtige Streckenabschnitte wie ‚Flugplatz‘, ‚Fuchsröhre‘ oder ‚Karussell‘ zu fahren, ist ein ganz spezielles Gefühl“, sagt Romain Dumas.

Die Nordschleife und ihre Herausforderungen

Jackie Stewart, Formel-1-Weltmeister und dreimaliger Sieger des Großen Preises von Deutschland (1968, 1971 und 1973) auf der Nordschleife, nannte die Strecke ehrfurchtsvoll „Grüne Hölle“. Und auch heute gehen Rennfahrer wie Dumas mit einer gehörigen Portion Respekt an jede Runde heran: „Eine Schlüsselstelle für eine gute Rundenzeit ist der ‚Flugplatz‘. Man muss durch diese Kombination mit einer Kuppe und einer Rechtskurve mit viel Tempo hindurchkommen, weil anschließend ein langes Vollgas-Stück folgt. Hier kann man viel Zeit gewinnen“, erklärt Dumas. Der 41-Jährige ergänzt, dass mit einem Sportwagen-Prototyp wie dem ID.R der ‚Flugplatz‘ besonders knifflig ist. „Die Aerodynamik des ID.R wird sehr stark durch die Luftströmung unter dem Fahrzeugboden bestimmt.“

Einer der markantesten Abschnitte der Nürburgring-Nordschleife ist das nach dem früheren Rennfahrer Rudolf Caracciola benannte „Caracciola-Karussell“. „Eine Steilkurve wie diese findet man heute auf keiner anderen Rennstrecke“, sagt Dumas. „Es ist einer der langsamsten Abschnitte der Nordschleife. Leider ist die Fahrbahn hier so uneben, dass ich mit dem ID.R außen auf der flachen Fahrbahn bleiben werde. Der ID.R liegt so tief, dass das Risiko, dass der Frontflügel aufsetzt und beschädigt wird, in der Steilkurve zu hoch wäre.“

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Eine weitere Schlüsselstelle bei der Jagd nach dem Rundenrekord für E-Fahrzeuge ist die „Döttinger Höhe“, eine rund drei Kilometer lange Gerade am Ende der Nordschleife. Das Energie-Management an Bord des Rennwagens ist so ausgelegt, dass die Lithium-Ionen-Batterien für den Schlussspurt noch so hohe Reserven haben, dass Dumas bis ins Ziel mit maximalem Tempo fahren kann. „Ich muss schon bei der Einfahrt auf die ‚Döttinger Höhe‘ genügend Schwung mitnehmen“, sagt der Franzose. „Dafür entscheidend ist die optimale Linie am ‚Galgenkopf‘, einer Doppel-Rechtskurve direkt davor. In einem Rennwagen mit der Leistung des ID.R muss man sehr entschlossen sein, um dort ohne zu bremsen durchzufahren.“ Gelingt Dumas eine optimale Runde, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit über 185 km/h liegen.

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