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Erster Formel E-Saisonsieg für Vergne in Sanya

Der Franzose Jean-Eric Vergne sichert sich in Sanya seinen ersten Sainsonsieg vor dem Briten Oliver Rowland, BMW Pilot Antonio Felix da Costa wird Dritter. Andre Lotterer und Daniel Abt belegen Platz 4 und 5.

Der amtierende Meister Vergne klettert durch seinen Sieg auf Rang 4 der Gesamtwertung.
Der amtierende Meister Vergne klettert durch seinen Sieg auf Rang 4 der Gesamtwertung.
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Redaktion (allg.)

Jean-Eric Vergne vom Team  DS Techeetah hat nach drei Rennen ohne Punkte in Folge seine Pechsträhne beendet und sich den Sieg beim Formel-E-Rennen im chinesischen Sanya gesichert. Der Franzose setzte sich in einem souveränen Rennen beherzt gegen den Briten Oliver Rowland in seinem Nissan durch, der Zweiter wurde.  BMW-Pilot Antonio Felix da Costa vervollständigte das Podium als Dritter, Andre Lotterer und Daniel Abt belegten Platz 4 und 5, Pascal Wehrlein wurde Achter. Es ist der erste Saisonsieg für Vergne vor Rowland, der mit Rang zwei sein bestes Ergebnis in der Elektroserie erreichen konnte.

Bereits zu Beginn des Rennen gab es viel Aufregung, denn sowohl Sebastien Buemi als auch Gary Paffett mussten aus der Box starten. Während Pole-Sitter Rowland einen sehr guten Start erwischte, konnte Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) Antonio Felix da Costa angreifen, blieb aber hinter ihm. Der Gesamtführende Sam Bird kollidierte im Rennverlauf mit Stoffel Vandoorne und musste das Rennen frühzeitig aufgeben, auch HWA-Pilot Vandoorne konnte nicht weiterfahren. An der Spitze machten vor allem die beiden BMW-Fahrer Druck auf ihre Vordermänner, zusammen konnten sich die Top 5 anschließend von Andre Lotterer und dem Rest des Feldes absetzen.

Die Spitzengruppe blieb innerhalb eines Zeitfensters von zwei Sekunden eng beisammen, Rowland führte die Gruppe weitgehend souverän an. Pünktlich zur Rennhalbzeit setzte Vergne entscheidend gegen Rowland an und übernahm die Führung. Rowland musste sich anschließend gegen Felix da Costa erwehren, der ihm beim Anbremsen sogar ins Heck rauschte und seine Nase leicht beschädigte. Anschließend musste sich der Portugiese selbst gegen Abt verteidigen und nutzte dazu seinen "Fanboost": Fans der Formel E haben die Möglichkeit, Online für ihren Lieblingsfahrer abzustimmen. Nach einer sechstägigen Online-Abstimmung steht der Fanboost den fünf Piloten mit den meisten Stimmen zur Verfügung. Diese dürfen in der zweiten Rennhälfte (nach 22 Minuten) einmalig 100 kJ zusätzliche Energie freischalten, ob für einen kurzen aber kraftvollen Energieschub oder auf einen längeren Spurt mit weniger Power.

Kein Risiko

Gut drei Minuten vor dem Ende fragte Rowland sein Team per Funk, ob er für den Sieg auf Risiko fahren solle, die klare Antwort von Nissan lautete jedoch: Ergebnis sichern. Der Führende Vergne musste somit nicht mehr allzu viel befürchten.

In der letzten Runde kam es dann noch zum dramatischen Unfall zwischen di Grassi und Frijns. Der Niederländer fuhr zu schnell in die Haarnadelkurve und schoss di Grassi ab, beide nahmen größeren Schaden. Di Grassi stieg aus, während Frijns noch weiterrollte und so zumindest in die Wertung kam. Die Rennleitung gab Full-Course-Yellow aus, und so ging das Rennen mit 50 km/h Tempolimit zu Ende.

In der Gesamtwertung hat nun Felix da Costa wieder die Führung übernommen mit drei Punkten Vorsprung auf Jerome d'Ambrosio. Vergne machte einen größeren Sprung und belegt wieder Platz 4. Der zweitplatzierte Rowland belegt nach seinem ersten Formel-E-Podest Rang 12 in der Gesamtwertung. Bei den Teams liegt Virgin noch einen Zähler vor dem Audi-Werksteam, aber DS Techeetah und Mahindra sind dem Führungsduo dicht auf den Fersen. Das nächste Formel-E-Rennen findet am 13. April in Rom statt.

Foto: FIA Formula E

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