eSport: Berner und MRS laden junge Talente zum Fahrer-Casting ein

Der Kfz-Teile-Großhändler Berner steigt in den eSport ein. Gemeinsam mit Molitor-Racing-Systems geht das Unternehmen ab sofort mit einem virtuellen Rennteam an den Start.

Comutersimulation | Quelle: Berner/MRS
Comutersimulation | Quelle: Berner/MRS
Torsten Buchholz

Beide Partner arbeiten bereits seit einem Jahr national und international in klassischen Motorsportserien wie dem ADAC GT Masters oder dem Porsche Mobil1 Supercup zusammen. Dort stattet Berner das MRS-Team exklusiv mit Werkzeugen und Zubehör aus seinem Sortiment für Profianwender aus. Jetzt erweitern sie ihre Kooperation und geben nicht nur auf dem Asphalt richtig Gas, sondern auch auf dem PC.

Das Engagement von MRS und Berner im eSport ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Das übergeordnete Ziel ist es, eine möglichst enge Verbindung zwischen der realen und der digitalen Crew herzustellen. Da die eSport-Piloten die Rolle des Nachwuchsteams übernehmen sollen, werden sie von Anfang an so ausgebildet, dass sie in der Lage sind, auch im realen Auto auf Punktejagd zu gehen.

Alle Piloten des eSport-Teams bekommen einen aktuellen MRS-Einsatzfahrer als Paten an die Seite gestellt, der sie während der gesamten Saison betreut. Sie werden zudem aktiv in das Mannschaftsleben von MRS eingebunden. So leisten die eSport-Piloten beispielsweise für den realen

Rennstall wertvolle Entwicklungsarbeit im Simulator. Natürlich wird das MRS-Berner-eRacing-Team auch an eSport-Meisterschaften und Einzelturnieren teilnehmen.

Zum Start Projekts haben sich Berner und MRS etwas Besonderes einfallen lassen: Im Rahmen einer mehrwöchigen Challenge haben alle eSport-Fans im Alter von 12 bis 19 Jahren ab sofort die einmalige Chance,

sich einen Platz im Cockpit des neuen eRacing-Teams zu sichern. Das Ganze wird in Form eines sogenannten Hot-Lap-Wettbewerbs ausgetragen, das heißt, die Teilnehmer absolvieren jeweils eine Rennrunde unter identischen Bedingungen. Gefahren wird auf der Originalstrecke am Hockenheimring mit einem BMW M6 GT3.

Wer mitmachen möchte, muss sich lediglich auf der Formu-Website der SimraceCommunity (https://bit.ly/3br6pOD) registrieren, um seine persönlichen Zugangsdaten zu erhalten. Technische Voraussetzungen sind ein PC mit guter Grafikkarte und die installierte Rennsimulation rfactor 2 für Microsoft Windows (kostenpflichtig). Zudem ist eine Internet-Verbindung erforderlich, um die Software im Multi-Player-Modus online auf dem entsprechenden Webserver spielen zu können.

Die Computerspieler müssen sich in einem mehrstufigen Qualifikationsverfahren beweisen. Im ersten Schritt gilt es, eine möglichst schnelle Rennrunde hinzulegen, die als Hot-Lap in der Bestenliste gespeichert wird. Um den Wettbewerbscharakter zu erhöhen, sind elektronische Fahrhilfen deaktiviert. Darüber hinaus lassen sich Set-Up-Einstellungen wie Reifendruck oder Heckflügel individuell anpassen. Jeder Nutzer kann beliebig oft versuchen, seine eigene Bestmarke immer wieder zu unterbieten. Sollte ihm das gelingen, wird automatisch die neueste Zeit in das Ranking aufgenommen.

Die Computer-Challenge läuft bis zum 15. März 2020. Die Top-Fünf werden dann zu einem Workshop an den Teamstandort von MRS in Lonsee-Luizhausen eingeladen. Der Lehrgang findet vom 13. bis 19. April 2020 statt und dient dazu, die Finalisten anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs sprichwörtlich auf Herz und Nieren zu testen. So wird der körperliche Fitnesszustand der Teilnehmer genauso überprüft wie das Fahrtalent in einem professionellen Rennsimulator oder „Soft Skills“ wie der zwischenmenschliche Umgang mit Mitarbeitern oder Medienvertretern.

Zum Abschluss des Workshops werden insgesamt drei Piloten für das MRS-Berner-eRacing-Team ausgewählt. Die Fahrer werden dann offiziell beim ersten Rennen der ADAC GT Masters in Oschersleben (24. bis 26. April 2020) vorgestellt.

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