Kfz-Versicherungen: Weniger fahren und weniger zahlen

In Zeiten der Corona-Krise wird weniger mit dem Auto gefahren: Homeoffice statt Büro, Fahrt zum Supermarkt statt Spritztour an den Gardasee. 30 Prozent weniger Fahrleistung können die Kfz-Versicherung bis zu 24 Prozent günstiger machen. Das jedenfalls ergibt die Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Foto: Roman Polyanyk auf Pixabay
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Torsten Buchholz

Zwölf Prozent weniger Beitrag im Schnitt

Wenn ein Autofahrer statt 20.000 Kilometern nur 14.000 im Jahr fährt, dann zahlt er laut Verivox im Schnitt zwölf Prozent weniger für seine Kfz-Versicherung. Die höchsten Nachlässe würden sogar bei 24 Prozent liegen, die niedrigsten bei fünf Prozent.

Wer 17.000 Kilometer fährt, spart bei fast jedem zweiten Versicherer Angaben von Verivox gegenüber den 20.000 Kilometern. Diese Tarife seien im Schnitt sechs Prozent günstiger. In die Analyse von Verivox flossen eigenen Angaben zufolge über 300 Vollkasko-Tarife von 67 Versicherern ein. Ist das Auto nur in der Haftpflicht versichert, seien die Rabatte etwas niedriger.

Autofahrer müssen aktiv werden

Alle Kfz-Versicherer berücksichtigen die Fahrleistung bei ihrer Preisberechnung. Deshalb geben die Autofahrer vor Abschluss des Vertrages an, wie viel sie voraussichtlich fahren werden. Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, sagt:

„Wer wegen Corona deutlich weniger im gesamten Jahr fährt, kann sich zu viel gezahlte Beiträge zurückholen.“

Die Versicherer würden dabei sehr unterschiedlich vorgehen. Es gebe Anbieter, die ohnehin am Ende jedes Jahres nach dem aktuellen Kilometerstand fragen und weniger gefahrene Kilometer mit dem Preis für das kommende Jahr verrechnen.

Bei den anderen Verträgen müssen Autofahrer laut Virivox selbst tätig werden. Die Versicherer würden meist bis zum Ende des Jahres erlauben, die neue Kilometerangabe zu nennen, dann eine neue Police mit dem geänderten Beitrag rückwirkend für das gesamte Jahr erstellen. Es gebe auch Direktversicherer, bei denen die Versicherten im Online-Zugang die Änderung selbst vornehmen können.

Viele Versicherer haben Schwellenwerte

Ob sich eine Nachmeldung rechnet, hänge davon ab, wie sehr die Fahrleistung voraussichtlich sinkt, rät Verivox. Bei den Versicherern gebe es nämlich mehrheitlich Schwellenwerte, ab denen sich die Versicherungsbeiträge ändern. Bei vielen Versicherer seien zum Beispiel 9.000, 12.000, 15.000 und 20.000 Kilometer solche Schwellenwerte. Werden sie erreicht, lohne sich eine Nachfrage.

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