Kunst in Zeiten der Pandemie

Mit dem erstmals 2017 initiierten Wettbewerb „Young Chinese Artist of the Year“ (YAOY) fördert Porsche China junge Künstler im Reich der Mitte. 2018/2019 ging der Wettbewerb mit der Fragestellung „Was macht das heutige Leben so anders?“ in die zweite Runde.

Kunst in Zeiten der Pandemie | Bild: Porsche
Kunst in Zeiten der Pandemie | Bild: Porsche
Redaktion (allg.)

Der Ausbruch der Corona-Pandemie ist auch am YAOY nicht spurlos vorübergegangen. Einige Projekte mussten verschoben werden. Die JINGART in Peking, wo die Kandidaten ihre Werke ausstellen sollten, fiel Corona-Restriktionen zum Opfer. Aber Katastrophen und traumatische Erfahrungen waren immer schon starke Motoren für kreative Ideen und setzen Kräfte zur Bewältigung von Krisen frei.

Die heilenden Kräfte der Kunst

So rief Porsche gemeinsam mit der diesjährigen ART021 das Projekt „Art Healing“ ins Leben. Es umfasst eine Ausstellung sowie eine interaktive und öffentliche Online-Plattform. Kunst als Therapie sozusagen. Als heilende Kräfte sind nicht nur die Gewinner des YAOY, sondern auch Künstler aus Wuhan eingeladen. Dorthin, ins einstige Epizentrum der Pandemie, wandert die Veranstaltung anschließend.

Rasende Gedanken visualisiert

Liu Wa gehört zum Kreis der vier Gewinner und Gewinnerinnen 2019. Die Leidenschaft für die Kunst sog sie schon früh auf, ihre Eltern lehren Malerei in Peking. Als Kind noch frustriert über ihre vermeintlich naiven Zeichnungen, springt die Absolventin der prestigeträchtigen Yale-Universität längst mühelos zwischen den Genres hin und her. Ob klassische Malerei oder Videoinstallation. In ihrer vom YAOY prämierten Arbeit „Racing Thoughts“ zeigt ein Elektro-Enzephalogramm – besser bekannt als EEG zur Messung der elektrischen Hirnstromwellen – ihre rasenden Gedanken als wilde Kurven, während sie parallel im Internet surft. „Mit meiner Arbeit will ich sowohl die klinischen als auch die menschlichen Aspekte von Gefühlen darstellen“, erklärt sie. Liu begeistert sich für die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters und fühlt sich gleichzeitig von Geschwindigkeit und Informationsflut überfordert. Ihre Auflösung des Spagats: „Ich finde meinen inneren Frieden mit Meditations-Apps.“

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