Land Rover erweitert Defender-Programm

Ab 2021 ergänzen Plug-in-Hybride und Nutzfahrzeugversionen das Programm.

Ab 2021 kommen Nutzfahrzeuge und der Plug-in-Hybrid hinzu. | Foto: Land Rover
Ab 2021 kommen Nutzfahrzeuge und der Plug-in-Hybrid hinzu. | Foto: Land Rover
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Der neue Defender kommt erstmals auch als Plug-in Hybrid: Der P400e glänzt als leistungsstärkste Variante mit 297 kW (404 PS) und einem Spurtvermögen von 0 auf 100 km/h in 5,6 Sekunden – bei kombinierten Verbrauchswerten ab 2,9-2,8 l/100 km und einem Stromverbrauch von 24,5-23,8 kWh/100 km und kombinierten CO2-Emissionen ab 66-64 g/km. Dabei stellt der Elektromotor des Defender P400e stellt augenblicklich Drehmoment bereit, auf der Straße wie im Gelände – rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei kann der fünf- oder sechssitzige Defender Plug-in Hybrid bis zu 52 respektive-53 Kilometer zurücklegen. Der Defender P400e besitzt serienmäßig eine elektronisch geregelte Luftfederung, 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Ladeanschluss auf der linken Fahrzeugseite. Hier wird das Mode-3-Ladekabel angeschlossen, das gleichfalls zur Serienausstattung gehört. Ein Mode-2-Ladekabel ist optional lieferbar. Mit dem Mode-3-Kabel erhält der Akku in rund zwei Stunden 80 Prozent seiner Energie zurück. Mit dem Mode-2-Ladekabel dauert es zirka sieben Stunden, was für die Aufladung zu Hause über Nacht ausreicht. An einer 50-kW-Schnellladestation wird der Energiespeicher des Defender P400e in knappen 30 Minuten zu 80 Prozent wieder befüllt. Der Defender mit Plug-in Hybridantrieb kann zudem drei Tonnen ziehen, während die statische Dachlast 300 und die dynamische Dachlast 168 Kilogramm betragen.

Dazu kommen ab 2021 die Vans: Vor allem in Großbritannien wurde der Defender als Pickup oder verblechte Version gern auch gewerblich genutzt. Um diese Kunden zu halten, legen die Briten auch von der neuen Version wieder einen „Kastenwagen“ auf. Der bietet nur einer Sitzreihe vorn samt optionalem Mittel(not-)sitz und ein Ladevolumen von bis zu 1355 (Version 90) respektive 2059 (Version 110) Litern. Der abgetrennte Laderaum mit speziellen Staufächern und Haltevorrichtungen schultert bis zu 800 Kilogramm Nutzlast. Angetrieben werden die Gewerbefahrzeuge mit den Dieselmotoren D 200, D 250 und D 300. Die Preise starten ab 48.740 Euro, das sind knapp 41.000 Euro netto für den Defender 90 und ab 59.657 Euro, das sind 50.150 Euro netto für den Defender 110. Für den Defender Hard Top 110 weist das Datenblatt eine Nutzlast von bis zu 800 Kilogramm aus, außerdem eine maximale Anhängelast von 3,5 Tonnen.

Der Laderaum des Defender Hard Top erleichtert mit schlauen Lösungen zur Aufbewahrung und Fixierung den Arbeitsalltag – und erlaubt so laut Hersteller die maximale Nutzung des zur Verfügung stehenden Raums. Dazu zählen Haken an der dachhohen Ladraumabtrennung, Zurrpunkte am Fahrzeugboden und verschließbare Staufächer unterhalb. Strapazierfähige Gummimatten und eine besonders helle Beleuchtung runden das konsequent praxisorientierte Design des Ladeabteils im Defender Hard Top ab.

Eindruck auf Kunden und Interessenten können die gewerblichen Nutzer des Defender Hard Top darüber hinaus machen, wenn sie die großen Seitenwände mit individueller Werbung und Informationen bestücken. Bei den Antrieben baut der Defender Hard Top ganz auf die neuen Ingenium-Reihensechszylinder-Diesel. Während der Defender Hard Top 90 mit dem D200 bestückt ist, besteht beim Defender Hard Top 110 die Wahl zwischen den Varianten D250 und D300. Alle Aggregate erfüllen dabei die Euro-6d-Final- und die RDE2-Norm. Bei Ausstattung und Optionen orientiert sich der neue kommerzielle Defender an den „normalen“ Modellversionen.

Was bedeutet das?

Land Rover erweitert das Portfoilo seines neuen Kernmodells sukzessive – schade, dass man vorerst Hardtop-Nutzfahrzeug und Plug-in (noch) nicht kombinieren kann.

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