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LED-Scheinwerfer im Test: So stark blenden sie wirklich

Moderne LED-Scheinwerfer werden von Autofahrern oftmals als zu grell empfunden. Um herauszufinden, wie und ob LED-Scheinwerfer tatsächlich blenden, hat der ADAC verschiedene Systeme auf ihre Funktionsweise und Leuchtdichte untersucht und gibt Fahrern Tipps, um Blendungen zu vermeiden.

Links ein LED-Scheinwerfer mit „Linsenprojektionssystem“. Der Rechte mit Reflektortechnik blendet deutlich weniger. | Foto: ADAC/Ralph Wagner
Links ein LED-Scheinwerfer mit „Linsenprojektionssystem“. Der Rechte mit Reflektortechnik blendet deutlich weniger. | Foto: ADAC/Ralph Wagner
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Julian Kral

Grelles Licht, ein Blitzen vor den Augen und überall bunte Punkte - Wenn im Gegenverkehr plötzlich besonders helle LED-Scheinwerfer auftauchen, können Autofahrer leicht von der modernen Technik geblendet werden. Um herauszufinden, wie und ob LED-Scheinwerfer tatsächlich blenden, hat der ADAC verschiedene Systeme untersucht, das Ergebnis: Ja, manche LED-Scheinwerfer und Rückleuchten blenden unnötig stark.

Vorne sind sogenannte „Linsenprojektionssysteme“ verantwortlich, die mittels einer besonders kleinen Lichtquelle punktuell sehr helles Licht ausstrahlen. LEDs benötigen nämlich einen geringeren Bauraum in der Fahrzeugkraosserie, somit können immer kleinere Leuchten gebaut werden. Der kleine, sehr helle Lichtpunkt wird jedoch von vielen Autofahrern als unangenehm empfunden. Das Auge kommt an seine Grenzen, so dass im Moment der Blendung die Sehfähigkeit und damit die Verkehrssicherheit stark eingeschränkt sein können.

Linsen- gegen Reflektortechnik

Die ADAC Untersuchung zeigt aber auch: LED-Scheinwerfer müssen nicht blenden. Technisch ist eine Verringerung der Blendung durchaus möglich, für das Auge angenehmer ist die sogenannte „Reflektortechnik“. Dabei wird das LED-Licht erst auf einen Reflektor gelenkt, der daraus dann den gewünschten Lichtkegel formt. Das Licht tritt hier flächiger und homogener aus dem Scheinwerfer, zudem wird ein direkter Blick in die gleißende LED verhindert.

    Der ADAC empfiehlt bei Scheinwerfern und Leuchten nicht das Design, sondern die Verkehrssicherheit in den Fokus zu stellen. Es sollten Systeme mit möglichst großem und homogenem Lichtaustritt verbaut werden. Eine Kombination beider Systeme für die jeweils gewünschten Funktion, ist nach Ansicht der Experten ideal: Blendarme Reflektortechnik für das Abblendlicht, gebündelte Linsenprojektion beim adaptiven Fernlicht.

    Tipps bei blendenden Scheinwerfern

    Um Blendungen generell zu minimieren oder zu vermeiden, können Autofahrer auch selbst etwas tun:

    • Nicht direkt in die entgegenkommenden Scheinwerfer schauen. Stattdessen bewusst nur ihre Fahrspur fokussieren, insbesondere den rechten Straßenrand.
    • Sehkraft freiwillig und regelmäßig kontrollieren lassen.
    • Saubere Fahrzeugscheiben und Brillengläser: Beschlag, Schmutz, Kratzer führen zur Blendung.
    • Lichteinstellung und die Leuchtweite regelmäßig überprüfen und an die Fahrzeugbeladung anpassen.
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