Lkw-Fahrer: DocStop organisiert freien Zugang zu WCs und Duschen

Die Initiative DocStop startet die Hygiene-Aktion SaniStop. Sie will damit Lkw-Fahrern auch in der Corona-Krise Zugang zu WCs und Duschen verschaffen.

(Gafik: DocStop)
(Gafik: DocStop)
Torsten Buchholz
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Damit die für die Versorgungssicherheit wichtige Berufsgruppe der Lkw-Fahrer nicht auf alltägliche hygienische Maßnahmen verzichten muss, ruft DocStop dazu auf, dass Unternehmen den Fahrern freien Zugang zu Toiletten und Duschräumen gewähren.

Hygiene, insbesondere regelmäßiges Händewaschen, sei das Gebot der Stunde. Doch weil einige Autohöfe und Verlader ihre sanitären Einrichtungen schlössen, hätten Lkw-Fahrerinnen und Fahrer derzeit unterwegs oftmals keinen Zugang mehr zur den einfachsten Hygienemaßnahmen. Die Initiative DocStop, die sich für eine bessere medizinische Versorgung für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer einsetzt, hat deshalb die Aktion SaniStop ins Leben gerufen.

„Wir hören vermehrt von Fahrern, die an Autohöfen oder Raststätten vor verschlossenen Türen stehen und während ihrer Pause oder Ruhezeit unterwegs weder Toilette noch Dusche nutzen oder sich auch nur die Hände waschen können“, erklärt Joachim Fehrenkötter, Vorsitzender von DocStop und selbst Spediteur. „Das ist absolut inakzeptabel!“

Weil Apelle und Forderungen alleine bisher nicht den gewünschten Erfolg hatten, haben die ehrenamtlichen DocStop-Verantwortlichen die Aktion SaniStop ins Leben gerufen. Speditionen, Verlader, Rasthöfe, Tankstellen und andere Unternehmen stellen dabei Lkw-Parkplätze mit Zugang zu WC und Duschen zur Verfügung – damit Fahrer unterwegs nicht auf alltägliche Selbstverständlichkeiten verzichten müssen. Innerhalb der ersten 24 Stunden haben sich mehr als ein Dutzend Unternehmen mit insgesamt mehr als 40 Standorten in ganz Deutschland an der Aktion SaniStop beteiligt.

 

Die Liste aller SaniStop-Stationen mit WC und Dusche sowie eine Kartenübersicht hat DocStop online gestellt. Sie wird täglich aktualisiert. Aktuelle Informationen zur Aktion SaniStop veröffentlicht die Initiative zudem auf Facebook.

Speditionen und andere Unternehmen, die Ihre sanitären Einrichtungen für Fahrer öffnen möchten, können sich mit Angabe der Adresse des Parkplatzes unter sanistop@docstop.eu melden.

DocStop-Initiator Rainer Bernickel:

„Im Namen aller Fahrer möchten wir als DocStop uns bei allen Unternehmen bedanken, die die Aktion SaniStop unterstützen und so dafür sorgen, dass die Fahrerinnen und Fahrer Zugang zu den grundlegendsten hygienischen Maßnahmen erhalten, die für uns alle selbstverständlich erscheinen.“

Printer Friendly, PDF & Email