NUFAM 2021 Nutzfahrzeugbranche trifft sich endlich wieder persönlich!

Nicht mehr nur virtuell, sondern ganz analog – die Branchenmesse zeigt vom 30. September bis 3. Oktober 2021 Mobilitätstrends der Zukunft.

Auf der Nutzfahrzeugmesse werden Mobilitätskonzepte der Zukunft präsentiert. (Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)
Auf der Nutzfahrzeugmesse werden Mobilitätskonzepte der Zukunft präsentiert. (Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)
Christine Harttmann
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Es ist die siebten NUFAM – Die Nutzfahrzeugmesse, die auf dem Messgelände in Karlsruhe stattfinden. Über 350 Aussteller werden ganz persönlich vor Ort sein – das erste Mal in diesem Jahr. Sie präsentieren auch in diesem Jahr wieder ein breites Spektrum: Fahrzeuge aller Gewichtsklassen, E-Mobilität, alternative Antriebe und Hybridsysteme, Aufbauten und Anhänger, Krane und Hebezeuge, Reifen, Teile, Zubehör, Werkstattausrüstung, Telematiklösungen sowie Dienstleistungen.

Wie der Veranstalter des Branchenevents, die Messe Karlsruhe, mitteilt, erstreckt sich die Ausstellungsfläche über 70.000 Quadratmeter. Alle vier Hallen auf dem Gelände sowie das angrenzende Freigelände sind belegt.

Geknüpft an die Inzidenzwerte und mit den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen, wird die NUFAM aktuelle Technik mit Mobilitätskonzepten der Zukunft verbinden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übernimmt gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg erneut die Schirmherrschaft für die Veranstaltung.

Ein breites Spektrum

Einige Hersteller, darunter Dako, F.X. Meiller, Kempf Fahrzeugbau, Hiab, Hofmeister & Meincke, Kässbohrer, Krone, Kögel und Humbaur haben ihre Neuheiten angekündigt. Neben schweren und leichten Nutzfahrzeugen, Aufbauten und Anhängern, können Besucher Ladekrane und Mitnahmestabler live erleben. Im Bereich Digitalisierung zeigen unter anderem BPW Bergische Achsen und Webfleet Solutions ihre Produkte. Auch das Ausstellerspektrum im Bereich der E-Mobilität hat sich mit Quantron, König Metall, Powertec sowie Winter Fahrzeugtechnik erweitert. Bereits jetzt seien Fahrzeug- und Produktpremieren, Innovationen und weitere Messehighlights der Aussteller angekündigt, teilt der Veranstaltern mit.

Volker Seitz von Quantron, die dieses Jahr erstmals auf der NUFAM ausstellen, erklärt, warum der E-Mobility-Spezialist auf die Messe setzt:

„Wir zeigen den europaweit ersten mit H2-Brennstoffzellen betriebenen Transporter seiner Art, den Q-Light FCEV. Die Messe ist für uns genau die richtige Plattform, um unsere Weltneuheit zu präsentieren, denn hier erreichen wir unsere Zielgruppe“.

Auch Neuaussteller Schmitz Cargobull wartet mit einer Premiere auf.

„Der persönliche Kontakt und der direkte Austausch mit unseren Kunden, das ist es, was unser Geschäft ausmacht. Unsere neuen Curtainsider der EcoGeneration konnten wir während des Pandemie-Lockdowns nur digital vorstellen. Jetzt präsentieren wir den nachhaltigen und am Transportalltag ausgerichteten Planenauflieger erstmals im Rahmen der NUFAM einer breiteren Öffentlichkeit“, lässt Vorstand Boris Billich wissen.

Auf dem gemeinsamen Stand mit der Firma Kohrs sein außerdem der EcoFlex zu sehen, der Kraftstoffverbrauch spare und somit auch den CO2-Ausstoß reduziere. Der Kühlkoffer S.KO Cool Smart mit der Transportkältemaschine S.CU sei ebenfalls zu sehen.

Wie die Messe Karlsruhe weiter erklärt, erwartet viele weitere Premieren und Neuvorstellungen auf den diesjährigen Messeständen. In allen Produktsegmenten würden aktuelle Transportlösungen gezeigt. Die gruppierten Themenbereiche in den Hallen sollen den Fachbesuchern einen strukturierten Besuch der Messe ermöglichen.

Gut gegliedert

Im Bereich „Werkstatt, Teile, Zubehör“ in Halle 1 präsentiert sich eine große Anzahl an Werkstattausrüstern und Teilezulieferern. Die Halle 2 wird von den Aufbauten- und Anhängerherstellern dominiert. Im Telematikbereich, in Halle 3, zeigen Aussteller die neusten Telematiksysteme. Während sich die Besucher im angeschlossenen Telematikforum durch Vorträge und Gesprächsrunden informieren können. Leichte Nutzfahrzeuge sowie entsprechende Aufbauten und Anhänger sind ebenfalls in Halle 3 zu finden. Den Bereich „Reifen“ ist in der dm-arena untergebracht.

Die Kommunalmeile hat ihren Platz zwischen den Hallen 1 und 2 sowie Halle 3 und der dm-arena. Dort präsentieren sich Nutzfahrzeuge für den kommunalen Bereich. Zudem ergänzt der Demopark mit Produktpräsentationen der Aussteller und einem Publikumsprogramm die vier Messehallen und das Freigelände. Das Freigelände zeigt laut dem Veranstalter in diesem Jahr besonders viele Fahrzeuge und Aufbauten – so sind die neuen Modelle nicht nur in den Hallen, sondern genauso im Freien zu erleben.

Für die Besucher wird es geführte Rundgänge über die Messe geben. Neben der Classic-Führung, die einen breiten Überblick über die Highlights gibt, werden New Mobility-Rundgänge angeboten werden. Im Fokus sollen dabei die Innovationen stehen aus den Bereichen alternative Antriebe, digitale Assistenzsysteme sowie Fahrzeug- und Produktpremieren rund um neue Mobilität.

Aktuelle Themen in der Diskussion

Auch 2021 bietet die Branchenmesse Fachtage zu Telematik, Kommunalfahrzeugen und Ladungssicherung sowie Vorträge und Diskussionsrunden zu aktuellen Branchenthemen. Viel diskutierte Themen und Fragestellungen der Nutzfahrzeugbranche sollen dabei kritisch und lösungsorientiert betrachtet werden. Auf die große Podiumsdiskussion im Rahmen der Eröffnung am ersten Messetag folgt am Freitag und Samstag das Forum Ladungssicherung sowie am Sonntag das beliebte Truck Driver Forum. Die Zukunftsthemen Elektromobilität und autonomes Fahren stehen genauso im Fokus, wie die Dauerthemen Energieeffizienz, Zeitersparnis und Kostenreduktion sowie Fahrermangel. Dabei berücksichtigt das Fachprogramm technische und regulatorische Herausforderungen der Branche.

Hygieneschutz ganz oben auf der Agenda

Das Team der Messe Karlsruhe betont, dass er auf hohe Hygiene- und Schutzmaßnahmen größten Wert legt. Die Beratung und der Vertrieb direkt am Nutzfahrzeug solle wieder im Mittelpunkt stehen. Durch ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept seien keine Einschränkungen im Austausch zwischen Aussteller und Besucher zu erwarten. Die Onlineregistrierung, ein neues Einlasssystem sowie die zur Verfügung stehende Fläche würden für einen möglichst reibungslosen Ablauf des Messebesuchs sorgen. Das Messekonzept mit Fahrzeug- und Produktpräsentationen werde dadurch nicht beeinträchtigt, teilt der Veranstalter weiter mit. Das mit den Behörden kontinuierlich abgestimmte Hygienekonzept sowie die zum Zeitpunkt der Messedurchführung geltenden Schutzmaßnahmen ermögliche den sicheren Messebesuch. Dennoch werde für ausreichend Bewegungsfreiheit und genug Raum für Netzwerken in angenehmer Atmosphäre gesorgt sein.

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