Ocean-Produktion: Fisker kooperiert mit Magna

Fisker und Magna International haben das „Preliminary Product Specification (PPS)-Gateway“ abgeschlossen und damit die Grundlage für die Produktion des Fisker Ocean in Graz geschaffen.

Der Fisker Ocean soll ab dem vierten Quartal 2022 bei Magna in Graz gebaut werden. | Foto: Fisker
Der Fisker Ocean soll ab dem vierten Quartal 2022 bei Magna in Graz gebaut werden. | Foto: Fisker
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Fisker und Magna haben die Eckpunkte zur Produktion des Ocean festgezurrt. Damit stehen die vorläufigen Spezifikationen und die angestrebten Leistungen bei Schlüsselkomponenten und Subsystemen seitens beider Unternehmen. Heißt: Damit kann jetzt auch ein konkreter Zeitplan für alle nachfolgenden Gateways bis zum geplanten Produktionsstart im vierten Quartal 2022 erstellt werden. Damit waren beide Unternehmen, welche die Kooperation erst vor einigen Wochen bekanntgaben, sehr schnell:

„Die heutigen Ankündigungen demonstrieren die Fähigkeit unseres Teams, aggressive Ziele zu setzen und diese rechtzeitig zu erreichen."

So kommentierte Henrik Fisker, Chairman und Chief Executive Officer von Fisker die schnelle Umsetzung der Produktionsvorbereitung und er fügt an:

„Der Abschluss dieser wichtigen Meilensteine in den Bereichen Technik und Einkauf zeigt, wie gut die Teams von Fisker und Magna zusammenarbeiten und unser schnelles, kapitalschonendes Produktentwicklungsprogramm auf Kurs halten, um die Auslieferung des vollelektrischen Geländewagens Fisker Ocean, der voraussichtlich im vierten Quartal 2022 beginnen wird, voranzutreiben".

Interessant: Der Fisker Ocean wird zunächst exklusiv von Magna im Werk Graz hergestellt, wo das Unternehmen derzeit mehrere hochwertige Fahrzeuge im Auftrag von Weltmarken produziert. Fisker und Magna haben vereinbart, bei der weiteren Entwicklung neuer Technologien zusammenzuarbeiten, die die Innovation über mehrere Fahrzeugsysteme und -architekturen für Fisker-Fahrzeuge beschleunigen werden. Mit Stand vom 29. Oktober meldet Fisker knapp 9000 Reservierungen die mit 250 Dollar anbezahlt wurden. Außerdem liege eine feste Bestellung über 300 Fahrzeuge des Ridehailing-Anbieters Viggo aus Dänemark vor, Henrik Fiskers Heimatland. Der Großteil der Reservierungen dürfte aber aus den USA stammen, wo der Ocean zuerst ausgeliefert werden soll. Man kann wählen zwischen einem flexiblen Abo-Modell oder dem Festpreis, der ab 37.500 Dollar (ca. 32.100 Euro) vor Steuern startet.

Was bedeutet das?

Noch im Sommer war Fisker auf der Suche nach Partnern für die Produktion des Ocean. Nachdem zwischenzeitlich gerüchteweise auch VWs MEB in Frage gekommen war, entschied sich das Start-up aus Los Angeles aber für Magna. Nächste Überraschung: Die Produktion des Ocean wird nicht in den USA, Kanada, Mexico oder Asien starten, sondern in Graz, wo der „Ocean“ neben Autos wie dem Mercedes-Benz G oder Jaguar I-Pace entstehen wird.

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