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Pannenfrei für fünf Euro

Mitte des vergangenen Jahres platzte auf der A24 in Höhe der Anschlussstelle Talkum der linke Vorderreifen eines mit Styropor beladenen Sattelzugs.

Pannenfrei für fünf Euro
Pannenfrei für fünf Euro
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Redaktion (allg.)

Das Fahrzeug durchbrach die Mittelleitplanke, kippte um und brannte vollständig aus. Der Autobahnabschnitt war tagelang gesperrt und der Fahrbahnbelag musste saniert werden. Der Schaden ging in die Hunderttausende. Lkw-Brände gehören zu den gefährlichsten Verkehrsereignissen. Schlimmer noch, sie sind mittlerweile an der Tagesordnung.

Valide Statistiken dazu gibt es nicht, wer sich aber die Mühe macht, den Google-Alert „Lkw-Brand“ einzurichten, kann unschwer erkennen, dass auf Deutschlands Straßen jeden Tag mehrere Lkw brennen, oft mit dramatischen Folgen. Brandursache ist seltener die Ladung, sondern eher ein technischer Defekt, etwa wenn Reifen überhitzen – hervorgerufen durch zu geringen Reifendruck, festsitzende Bremsen oder defekte Radlager.

Solche Katastrophen ließen sich schon heute mittels digitaler Pannenprävention oft vermeiden. Beim ADAC TruckService ist das telematikbasierte Feature seit 2018 optionaler Teil des Fahrzeugschutzpakets – für fünf Euro pro Fahrzeug und Monat. Das Prinzip ist einfach: Jeder Lkw wird unabhängig vom Nutzfahrzeugfabrikat in Echtzeit fernüberwacht.
Die Warnfunktion lässt sich mit einer mobilen oder stationären Reparatur in ganz Europa kombinieren. Die „Reparatur im Vorbeifahren“ spart zusätzlich Zeit und Geld. Um diese Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können, muss ein Fahrzeug über eine Telematikausstattung und entsprechende Sensoren verfügen. Reifen und Trailer lassen sich dabei über ein Reifendruckkontrollsystem und eine beliebige Trailertelematik fernüberwachen.

Erfolgreiche Pannenprävention zeigt sich auch dann, wenn das Wetter wieder einmal ausschlägt. Bei Extremwetterlagen laufen im Service-Center des ADAC TruckService in Laichingen regelmäßig die Drähte heiß. Im Sommer und Winter schnellt vor allem die Zahl der Reifeneinsätze auf teils über 1.000 täglich in die Höhe. Extreme Hitze wie auch Kälte machen modernen Lkw-Reifen zwar nichts aus. Gefährlich wird es in Kombination mit Beschädigungen, festsitzenden Bremsen oder defekten Radlagern und vor allem zu geringem Luftdruck.

Lange Ausfallzeiten entstehen häufig durch falsches Verhalten bei der Pannenmeldung. Prävention gilt deshalb auch in der Kommunikation: Fuhrparkbetreiber sollten ihre Fahrer darüber informieren, was im Fall einer Panne zu tun ist. Dabei lassen sich die größten Zeitfresser am leichtesten vermeiden. Ideal ist es, wenn der Fahrer seine Kundennummer parat hat, weiß, wo er steht, was defekt ist oder den Defekt sachlich beschreiben kann. So gilt es bei Reifenschäden vor der Pannenmeldung zu checken, ob Felge, Elektronik, Stoßdämpfer oder Luftbalg beschädigt sind.

In der Realität dagegen geben Fahrer immer wieder den falschen Standort oder auf Autobahnen die verkehrte Fahrtrichtung an. Im schlimmsten Fall stehen die Pannentrucks nicht einmal auf dem Standstreifen und der Abschleppdienst kommt nicht durch den Rückstau.

Professionelles Pannenmanagement ist vor allem eines: schnell und 24/7 verfügbar. Ist eine Panne erst einmal passiert, zählt jede Minute. Noch vor wenigen Jahren wurden bei einem durchschnittlichen Panneneinsatz ein Fax und eine SMS verschickt und elf Telefonate mit 24 Minuten reiner Telefonzeit geführt. Zwischen Pannenmeldung und Ankunft des Monteurs am Pannenort vergingen teilweise bis zu 1,5 Stunden und ein Lkw war durchschnittlich nach 2,5 Stunden wieder auf der Strecke.

Heute genügt ein Telefonat. Noch während der Lkw-Fahrer die Panne per Telefon meldet, kann der Service-Agent über die automatisierte Werkstattsuche per Mausklick in spätestens fünf Minuten die passende Werkstatt beauftragen. Noch bevor das Telefonat beendet ist, ist der Werkstattwagen zum Pannenort unterwegs.

In der Regel ist der Lkw-Pannendienst des ADAC europaweit innerhalb von 60 Minuten nach Eingang des Anrufs mit den passenden Ersatzteilen am Pannenort, meist sogar schneller – und rund 95 Prozent aller Lkw können vor Ort repariert werden.

Autor: Dirk Fröhlich ist Geschäftsführer des ADAC TruckService und Vorsitzender der ADAC TruckService-Tochter Europe Net.
Fotos: ADAC

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