Potsdam und Kassel: LNG-Tankstellennetz wächst weiter

Nach der Neueröffnungen der BayWa legt auch BarMalGas nach und erweitert das Netz an LNG-Stationen. Bis zum Jahresende sollen es bundesweit 50 LNG-Zapfpunkte sein, für die auch Hersteller Iveco wirbt.

Auch Potsdam gibt Gas: Mit der desten LNG-Station nahe am Autobahnring und der Iveco-Niederlassung kommt ein weiterer LNG-Tankpunkt hinzu. Auch in Kassel kann man seit kurzem LNG tanken. | Foto: Iveco
Auch Potsdam gibt Gas: Mit der desten LNG-Station nahe am Autobahnring und der Iveco-Niederlassung kommt ein weiterer LNG-Tankpunkt hinzu. Auch in Kassel kann man seit kurzem LNG tanken. | Foto: Iveco
Torsten Buchholz
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Nachdem bereits in der vergangenen Woche eine weitere LNG-Tankstelle des Betreibers BayWa in Nördlingen ans Netz gegangen war, hat jetzt auch in Potsdam eine weiter öffentliche LNG-Tankstelle in Potsdam Betrieb aufgenommen. Darauf weist der Lkw-Hersteller Iveco hin, der unter den Lkw-Marken am längsten auf den alternativen Antrieb mit Erdgas (CNG) und verflüssigtem Erdgas (LNG) setzt und ihn auch im Fernverkehr als Diesel-Alternative sieht. Sie liegt verkehrsgünstig in der Nähe des Autobahnrings A10/A2 und der Autobahn 115 und in direkter Nachbarschaft zum Betriebsgelände der Hersteller-Niederlassung Potsdam (Verkehrshof 6). Die Betankung ist rund um die Uhr möglich. Mit einer Kapazität von täglich bis zu 120 Fahrzeugen ist die Tankstelle großzügig dimensioniert. Als Betreiber fungiert BarMalGas, die erst vor kurzem in Rostock eine LNG Tankstelle eröffnet hat. Im Juni plant der Anbieter zunächst weitere Stationen in Buchholz (Aller) und Neumünster. Alle Anlagen sind als feste, öffentliche Tankanlagen geplant. Das soll im Gegensatz zu mobilen LNG-Tankstellen für einen reibungsloseren Betrieb und zügiger Betankungen sorgen.

Ebenfalls ganz neu ist die LNG Tankstelle von Liqvis in Kassel-Lohfelden. Auch diese Anlage ist als kapazitätsstarke feste und öffentliche Anlage konzipiert. Damit löst diese Inbetriebnahme die mobile Tankstelle auf dem Gelände von IVECO Kassel (Richard-Roosen-Straße) ab, die zeitgleich den Betrieb eingestellt hat.

Im Betrieb von Trucks mit LNG verspricht der Hersteller niedrigere Kraftstoffkosten, durch den geringeren Verbrauch, aber auch durch günstigere Kraftstoffpreise. Mit zunehmender Tankstellendichte – zum Jahresende werden in Deutschland 50 Anlagen die Versorgung abdecken – seien Betreiber von LNG Fahrzeugen jetzt wesentlich flexibler in der Wahl seiner Routen.

"Bei einer Reichweite von 1.600 Kilometer, die der Iveco S-Way LNG bietet, sind selbst internationale Fernverkehre problemlos möglich. Damit kann sich ein LNG Truck ab dem ersten Tag problemlos in eine bestehende Logistik integrieren lassen. Das reicht von der Auflieger-Ausstattung bis zur Einhaltung von Routen-Fahrplänen", wirb der Hersteller weiter für den alternativen Antrieb.

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