Saisonfinale mit Podiumsplatz für Sascha Lenz im spanischen Jarama

Nach der Sommerpause ging es Mitte September im Truck Racing in den Saison-Endspurt: Im belgischen Zolder fand der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship statt. Im ersten Qualifying und der SuperPole der Top-Ten konnte sich der MAN-Fahrer Sascha Lenz den 5. Startplatz sichern.

Saisonfinale mit Podiumsplatz für Sascha Lenz im spanischen Jarama
Saisonfinale mit Podiumsplatz für Sascha Lenz im spanischen Jarama
Bert Brandenburg

Aufgrund eines Elektronikproblems musste Lenz schon in der ersten Runde die Boxengasse ansteuern,  konnte mit einem ordentlichen Rundenrückstand aber weiter auf Punktejagd gehen. In das zweite Samstagrennen startete Lenz von ganz hinten. Das Rennen musste aufgrund zahlreicher Ausfälle zweimal abgebrochen werden; daher  setzte sich das endgültige Rennergebnis als Addition beider Teilrennen zusammen. Dank einer starken Aufholjagd konnte sich Lenz am Ende bis auf Platz 8 vorkämpfen. In der SuperPole am Sonntag sicherte sich der MAN-Fahrer Platz 7, fiel dann allerdings im Startgerangel des ersten Rennens auf Position 8 zurück. D

rei Runden vor Schluss startete Lenz ein Aufholmanöver, das für leider im Kiesbett endete. Auch im letzten Rennen des Wochenendes musste Lenz deshalb vom Ende des Feldes starten. Der Rennfahre zeigte sich unbeeindruckt und gab noch einmal richtig Gas: am Ende konnte er die Ziellinie als Sechster überqueren. In der FIA-Teamwertung konnte sich das Team „Löwenpower“, welches Lenz zusammen mit seinem spanischen MAN-Kollegen Antonio Albacete bildet, über einige Podiumsplätze freuen: So konnte das Team in den einzelnen Rennen einen ersten, einen zweiten und einen dritten Podiumsplatz verbuchen.

Vor insgesamt 60.000 Zuschauer fand zwei Wochen später auf dem Circuit Bugatti im französischen Le Mans das vorletzte Saisonrennen statt. In der ersten SuperPole der Top Ten am Samstag sicherte sich Lenz den 2. Startplatz für das erste Rennen. Von Anfang an blieb Lenz ganz dicht am Führenden dran und konnte diese zweite Position bis ins Ziel verteidigen. Im zweiten Rennen startete Lenz von Platz 7 und beendete das Rennen auch mit dieser Platzierung. Bei Dauerregen ging es am Sonntag in den zweiten Renntag: Bei schwierigen Wetterverhältnissen fuhr Lenz im 2. SuperPole auf Startplatz 5.

Die erste Runde des Rennens musste aufgrund des Regens unter gelb gefahren werden. Trotz einer starken Leistung und einer vielversprechenden Aufholjagd fuhr Lenz knapp an einem Podiumsplatz vorbei und beendete das Rennen auf Rang 4. Im letzten Rennen startete Lenz von Rang 5. Bei einer herausragenden Aufholjagd konnte Lenz alle seine Kontrahenten überholen und einen souveränen Sieg einfahren – mit mehr als 10 Sekunden Vorsprung. „Es war ein sehr schönes Rennen. Ich musste nicht wirklich in den Spiegel schauen und mich nur auf meine Rundenzeiten konzentrieren. Ein sehr guter Sieg für uns bei SL Trucksport30 heute“, freute sich Lenz.  Auch für das Team „Löwenpower“ war es ein erfolgreiches Wochenende: In der Teamwertung konnten die beiden MAN-Piloten zweimal den ersten und zweimal den zweiten Platz holen.

Im spanischen Jarama fand bereits eine Woche später das Saisonfinale statt. Bei sommerlichen Temperaturen setzte sich Lenz zum Ziel, den 5. Platz in der FIA-Gesamtwertung beim letzten Saisonwochenende zu verteidigen. In der SuperPole am Samstag sicherte sich Lenz den dritten Startplatz und brachte diesen auch ins Ziel. Aufgrund der Reverse-Grid-Regelung startete der MAN-Pilot im zweiten Samstagsrennen von Platz 6, konnte allerdings gleich zum Start einige Positionen gutmachen. Aufgrund eines Unfalls in der ersten Runde musste das Rennen allerdings abgebrochen werden.

Nach dem Neustart konnte sich Lenz im weiteren Verlauf des Rennens auf Platz 4 vorkämpfen und verpasste einen weiteren Podiumsplatz nur knapp. Auch in der SuperPole am Sonntag sicherte er sich den 3. Startplatz, mit gerade einmal einer Zehntelsekunde Rückstand auf die Pole. Mit seinem Mitstreiter um Platz 5 in der FIA-Gesamtwertung, Norbert Kiss, lieferte sich Lenz im Rennen bis zum Schluss einen spannenden Zweikampf. Am Ende konnte sich der MAN-Fahrer über den vierten Platz vor seinem Kontrahenten freuen. Das zweite Sonntagsrennen konnte Lenz auf Platz 6 beenden. Damit sicherte er sich Gesamtrang 5. Mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen in der Teamwertung holte das Duo Lenz und Albacete als Team „Löwenpower“ den FIA-Titel. 

 

 

Printer Friendly, PDF & Email