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Scania: Autonomes Kipper-Konzept AXL vorgestellt

Die Automation erreicht die Kiesgrube: Der Schwedischer Hersteller Scania stellt der Distributions-Studie NXT ein schweres Baufahrzeugkonzept zur Seite, das vollautomatisiert als "Lernplattform" dienen soll.

Nasenfaktor: Auch ohne Kabine und auf Basis eines neuen Frontmoduls ist der AXL als Scania zu erkennen. | Foto: Scania
Nasenfaktor: Auch ohne Kabine und auf Basis eines neuen Frontmoduls ist der AXL als Scania zu erkennen. | Foto: Scania
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Julian Kral
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania hat nach dem NXT für den urbanen Distributionsverkehr eine weitere autonom agierende Truck-Studie vorgestellt, die aufzeigen soll, wie künftig in Kiesgruben gearbeitet werden könnte. Der sogenannte AXL realisiert ein kabinenloses Fahrzeug mit einer Kipppritsche, mit dem der Hersteller die weitere Entwicklung vorantreiben will.

"Wir haben noch nicht alle Antworten auf die Fragen, aber mit Fahrzeugen wie dem AXL betreten wir Neuland und beschleunigen unseren Lernprozess weiter", meint Claes Erixon, Head of Research and Development.

Der Wegfall der Kabine verändert aus seiner Sicht die komplette Konzeption. Das Fahrzeug zeige zudem, wie man neue und traditionelle Technologien kombinieren könne, so Erixon weiter. Denn für den Vortrieb sorgt zwar ein Diesel-Motor, der allerdings mit Biosprit, hergestellt aus erneuerbaren Energien, betrieben wird.

Aus Sicht des Herstellers eigneten sich vor allem Minen oder geschlossene Baustellenbereiche für den Einsatz autonom fahrender Trucks. Der AXL wird von einer Software gesteuert, die mit dem System der gesamten Anlage korrespondiert und dem Fahrzeug die Aufträge erteilt. Um der Wahrnehmung des menschlichen Auges so nahe wie möglich zu kommen, setzt Scania auf ein "überlappendes" Sensorpaket aus Radar-, Lidar- und Kamerasystemen und kombiniert zusätzlich eine GPS-Steuerung. Das genüge zwar noch nicht für den Straßenverkehr, aber für den Einsatz etwa in Minen, betont der Hersteller.

Bisher habe man zwar bereits autonom fahrende Trucks im praktischen Einsatz, die fahren allerdings alle mit Kabine und einem Fahrer als Sicherheit an Bord, skizziert Erixon. Man habe in den letzten Jahren massive Fortschritte erzielt, sodass er die Zeit reif sieht für die nächste Stufe der Entwicklung. Premiere feiern soll der autonome Kipper auf dem Traton Innovation Day am 2. Oktober.

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