Sigmar Gabriel der Favorit für den Job als VDA-Präsident

Von der internationalen Politik als Ex-Außenminister jetzt der mögliche Wechsel in die Wirtschaft: Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel gilt laut Medienberichten als der Favorit für das Präsidentenamt des Automobilverbandes VDA in Berlin.

Sigmar Gabriel der Favorit für den Job als VDA-Präsident. Foto: Wikipedia
Sigmar Gabriel der Favorit für den Job als VDA-Präsident. Foto: Wikipedia
Bert Brandenburg

Die Reihenfolge steht fest, heißt es laut Bild am Sonntag. "Sollten keine unüberbrückbaren Differenzen mit Gabriel auftreten, wird Gabriel der neue Präsident", zitiert die Zeitung ihre Quelle. Die Zeitung zitiert auch einen Top-Manager aus der Indsutrrie der sagt, Gabriel sei zu 99 Prozent sicher. Er sei der Wunschkandidat der Autokonzerne.

Gabriel bringt für den Job eine große Erfahrung mit. Er war von November 2009 bis März 2017 Bundesvorsitzender der SPD und von Dezember 2013 bis März 2018 Vizekanzler. Außerdem war er von Dezember 1999 bis März 2003 Ministerpräsident von Niedersachsen, von November 2005 bis Oktober 2009 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, von Dezember 2013 bis Januar 2017 Bundesminister für Wirtschaft und Energie und von Januar 2017 bis März 2018 Bundesminister des Auswärtigen. Gabriel ist seit Juni 2019 Vorsitzender der Atlantik-Brücke und Mitglied der Trilateralen Kommission. Außerdem gehört er seit Mai 2018 dem Kuratorium der International Crisis Group und seit März 2019 dem Beirat von Deloitte an. 

Für den Posten des Cheflobyisten des VDA, mit rund 700.000.- pro Jahr vergütet, wird Sigmar Gabriel auch an seine Zeit als Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zurückblicken. Als solcher hat Gabriel 2007 das Verbot der herkömmlichen Glühlampen in der EU angestoßen und durchgesetzt. Er führte damals die Umweltpolitik seines Vorgängers Jürgen Trittin weitgehend fort, und setzte sich für die Energiewende, also den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie und eine Reduktion von CO2-Emissionen ein. Mit der ehemaligen Staatsministerin Hildegard Müller (CDU) gebe es zwar noch eine weitere Kandidatin für den Spitzenposten, heißt es. Gabriel sei jedoch der Wunschkandidat der Autokonzerne, Zulieferer und Familienunternehmen.

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