USA: Mitsubishi enthüllt den neuen Outlander

Die Fahrzeugpremiere am 16. Februar 2021 war zugleich die erste im Amazon Live-Stream. Ebenfalls ungewöhnlich ist das I-Fu-Do-Do genannte Design des neuen Outlander.

Der neue Outlander eorientiert sich optisch an der Studie "Engelberg Tourer". | Foto: Mitsubishi
Der neue Outlander eorientiert sich optisch an der Studie "Engelberg Tourer". | Foto: Mitsubishi
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Mitsubishi macht Ernst: Aus der 2018 in Genf gezeigten Studie „Engelberg Tourer“ wurde jetzt der neue Outlander, der an Größe und Qualität zulegte. Das Design ist vor allem an der Front gewöhnungsbedürftig und wird geprägt durch die Mitsubishi-typische Chromspange und große Leuchten und große Lufteinlässe im unteren Bereich des Stoßfängers. Das Heck zeigt sich dagegen sehr aufgeräumt und innen legt er gegenüber dem aktuellen Modell bei Haptik und Optik eine ganze Schippe drauf. Beim Design orientiert sich auch Mitsubishi hin zu seinen japanischen Wurzeln und stellt das Design unter das Motto „I-Fu-Do-Do“, was so ungewöhnlich klingt wie es an der Front aussieht und übersetzt werden kann mit „majestätisch und authentisch“. Das trift auch zu, denn der neue Outlander tritt mit einer optisch mächtigen Front an und wächst in den Abmessungen und der Materialqualität.

Innen wachsen Raumangebot und Qualität merklich an

Der Neue bietet optional auch drei Sitzreihen. Um die gut unterzubringen, wächst er in der Länge um rund fünfzig, in der Höhe um rund vierzig Millimeter. Der Radstand wächst um 35 auf 2.705 Millimeter. Dadurch soll es sowohl vorn als auch im Fond nochmals spürbar mehr Platz geben. Passend dazu hat man das Interieur massiv aufgewertet, zumindest, wenn man es in der Topausstattung ordert: Die Armaturentafel wurde elegant aufgeräumt und die optionalen digitalen Instrumente lassen sich wie bei Peugeot auch mit senkrecht stehenden Rändelskalen programmieren. Das gesamte Armaturenbrett ist je nach Ausstattung mit Stoff oder Leder bezogen, die Türverkleidungen weisen in der Topausstattung eine edle Rautensteppung auf. Neben dem serienmäßigen Multimedia-Display gibt es ein farbiges Head-up-Display. Selbstverständlich gibt es mehrere USB-A- und USB-C-Steckdosen sowie die Möglichkeit, sein Smartphone kabellos zu laden. Apple Car-Play und Android Auto sind ohnehin gesetzt.

Auch bei den Assistenzsystemen legt Mitsubishi nach

Auch bei den Assistenzsystemen legen die Japaner nach: Unter anderem sind Spurhaltewarner, Müdigkeits-Überwachung, Kollisionswarnung, eine automatische Fernlichtkontrolle, adaptive Geschwindigkeitsregelung und ein Spurhalteassistent samt Toter-Winkel-Warner, hinterer Querverkehrswarner und die automatische Notbremsung an Bord. Ganz wichtig in den USA ist darüber hinaus eine Art „Pilot“, der teilautonomes Cruisen ermöglicht. Er heißt hier „MI-Pilot Assist".

Die Antriebe starten mit einem Benziner, gefolgt vom Plug-in-Hybrid

Das jetzt in den USA präsentierte Modell treibt ein 2,5-Liter Vierzylinder-Benziner an, der 181 PS leistet und seine Kraft weiter über ein stufenloses CVT-Getriebe überträgt. Das simuliert über die Software acht Gänge. Serienmäßig ist Frontantrieb, Allradantrieb kostet Aufpreis.

Weitere Daten sind noch nicht bekannt, leider auch noch nicht zum erwarteten Plug-in-Hybrid und den Plänen für Europa. Günstig sind die Preise für das US-Basismodell: Ab April 2021 soll der neue Outlander dort ab 25.795 Dollar vor Steuern starten, das sind umgerechnet knapp 21.500 Euro netto. In Europa könnte der Neue so auf jeden Fall unter 30.000 Euro brutto starten.

Was bedeutet das?

Der neue Outlander hat an Größe und Qualität gewonnen. Leider bleibt er noch die Daten zum wichtigen Plug-in schuldig und startet zuerst nur als Basisbenziner. Man darf gespannt sein, ob er auch nach Europa kommt, wo er sich dann deutlicher vom Eclipse Cross abheben würde. Das Programm von Nissan und Renault würde er gut ergänzen.

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