VCD: Projekt „Wohnen und Mobilität“ in 16 Städten

Der ökologische Verkehrsclub VCD und seine Partner im Projekt „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“ wollen gemeinsam umwelt- und sozialverträgliche Mobilitätskonzepte für Wohnquartiere fördern und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zu diesem Zweck beteiligen sich 16 Städte aus acht Regionen Deutschlands am Projekt.

Berlin beteiligt sich bereits am Bundesweiten Netzwerk Wohnen und Mobilität. (Foto: Pixabay)
Berlin beteiligt sich bereits am Bundesweiten Netzwerk Wohnen und Mobilität. (Foto: Pixabay)
Radosveta Angelova

Gute Mobilitätsangebote ermöglichen den Bewohnern einer Stadt, auf klimaverträgliche Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus und Bahn oder Sharing-Dienste umzusteigen. Somit lassen sich folglich auch die CO2-Emissionen im Mobilitätsbereich spürbar reduzieren.

Der ökologische Verkehrsclub VCD berät im Rahmen seines Projekts „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“ Kommunen und andere Akteure in acht Projektregionen, die jeweils von einem VCD-Regionalkoordinatoren oder einer Regionalkoordinatorin betreut werden: Berlin und Potsdam, Bochum und Witten, Chemnitz und Erzgebirgskreis (Landkreis), Darmstadt und Ginsheim-Gustavsburg, Hannover und Hameln, Karlsruhe und Pforzheim, Kiel und Preetz, München und Holzkirchen.

René Waßmer, Projektleiter „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“:

„Seit fast vier Jahren beraten wir Kommunen und Wohnungsunternehmen, wie innovative Mobilitätskonzepte sowohl beim Neubau als auch im Bestand umgesetzt werden können. Das Interesse ist so groß, dass wir uns entschlossen haben, Beratungsworkshops nicht nur in den Partnerstädten, sondern bundesweit anzubieten. Interessierte Akteure sollten sich zeitnah bei uns melden.“

Wohnen und Mobilität seien untrennbar verbunden, so GdW-Präsident Axel Gedaschko. Man wolle die Erfahrungswerte aus Projekten für eine sozialverträgliche Energiewende nutzen, um sektorübergreifend und nachhaltig die unterschiedlichen Ansätze zu verbinden. Dies sei bisher bereits auf Erfolg gestoßen. Die Beschäftigung mit nachhaltiger Mobilität im Wohnungsbau und der Bestandsbewirtschaftung drängt sich immer mehr in den Fokus vieler Unternehmen. Auch die deutsche Politik setzt sich stark für eine umweltverträglichere Mobilität ein und fördert bereits zahlreiche Projekte. Akteure der Wohnungswirtschaft müssen sich in Zukunft nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen und sozialen Gründen intensiver mit innovativen, integrierten und nachhaltigen Mobilitätskonzepten auseinandersetzen. Dafür werden im Rahmen des Projektes Wohnungswirtschaft, kommunale Verwaltungen, Mobilitätsdienstleister (Verkehrsbetriebe, Car- und Bike-Sharing-Anbieter) sowie Städteplaner und Architekten angesprochen, inhaltlich geschult und ihre Vernetzung untereinander gefördert. Die dadurch entstehenden Kooperationen sollen die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort anstoßen.

Der VCD organisiert ebenfalls das Qualifizierungsangebot „Mobilitätsmanagement für Wohnungsunternehmen“, das im Herbst 2022 erstmalig als Lehrgang durchgeführt werden soll. Sämtliche Projektaktivitäten des VCD werden intensiv vom Dachverband der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW) unterstützt. Das Projekt läuft vorerst bis April 2023 und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

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