Verkehrssicherheit: Mobileye bündelt Nfz-Fahrassistenten

Viele Unfälle gehen auf mangelnden Überlick bei größeren Fahrzeugen zurück, die aufgrund ungünstiger Sichtbedingungen oft bei Abbiegesituationen Unfälle im Straßenverkehr verursachen. Mobileye will durch sein System der Bündelung mehrerer Fahrassistenten namens Shield+ das Unfallrisiko minimieren.

Die Fahrassistenten kontrollieren die Umgebung des Fahrzeugs. Bild: Mobileye.
Die Fahrassistenten kontrollieren die Umgebung des Fahrzeugs. Bild: Mobileye.
Torsten Buchholz
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Da Totwinkel-Spiegel die Gefahrensituation nicht wesentlich verbesserten, hat das Unternehmen unter dem Namen Shield+ vier Fahrassistenten zusammengefasst, die in Gefahrensituationen jeweils Warnungen abgeben und sich für Busse, Nfz und Lkw nachrüsten lassen:

Der Abbiegeassistent mit Totwinkel- und Kollisionswarnung überwacht mit Hilfe von KI-gestützter Auswertung die Umgebung des Fahrzeugs mit Kameras und erkennt durch Passanten oder Fahrradfahrer verursachte Risikosituationen.

Eine Kollisionswarnung registriert Fußgänger oder Radfahrer bis zu zwei Sekunden sowie vorausfahrende Fahrzeuge bis zu 2,7 Sekunden vor einem möglichen Zusammenstoß.

Die Abstandsüberwachung, die manuell an die eigenen Bedingungen angepasst werden kann, warnt akustisch und optisch bei zu geringem Abstand zwischen dem eigenen und dem vorausfahrenden Fahrzeug.

Die Spurhaltewarnung schließlich erkennt ein Abkommen des Fahrzeugs von der Fahrspur.

Mobileye weist darauf hin, dass nach einer Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2015 Fahrassistenzsysteme 30 Prozent aller Unfälle vermeiden könnten.

Neben der Verbesserung der Sicherheit könne Shield+ unter anderem auch zur Verringerung von Kosten beitragen, die durch Raparaturen und starkes Bremsen verursacht werden. Das Unfallpräventionssystem ist laut Pressebericht vom Kraftfahrtbundesamt zertifiziert und somit im Rahmen der Aktion Abbiegeassistent des BMVI förderfähig für Nfz mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen und Kraftomnibusse mit mehr als neun Sitzplätzen einschließlich Fahrersitzplatz.

Mobileye gehört zum Unternehmen Intel und ist seit 20 Jahren im Bereich Fahrsicherheit tätig. Laut Unternehmensangaben gehört Mobileye zu den weltweit führenden Herstellern für Unfallpräventionssysteme und autonome Fahrtechnologien und bietet seit 2006 die Möglichkeit der Nachrüstung bestehender Fahrzeuge und Flotten mit Fahrassistenzsystemen. Seit 2017 arbeitet Mobileye gemeinsam mit den Vernetzungs- und Computing-Experten von Intel auch an neuen Lösungen für automatisierte Fahrzeuge.

Printer Friendly, PDF & Email