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Vorsicht Sekundenschlaf - Auch Beifahrer unterschätzen die Gefahr

Müdigkeit am Steuer ist gefährlich und wird nicht nur von Pkw Fahrenden, sondern auch ihren Mitfahrenden unterschätzt. Die Kampagne "Vorsicht Sekundenschlaf" des DVR klärt über die Gefahren von Müdigkeit am Steuer auf und gibt Tipps zum Wachbleiben.

Schon wer beispielsweise für drei Sekunden einschläft, legt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug zurück. | Foto: DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V.), Bonn
Schon wer beispielsweise für drei Sekunden einschläft, legt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug zurück. | Foto: DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V.), Bonn
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Julian Kral

Brennende Augenlider, häufiges Gähnen und unwillkürliches Frösteln gehören zu den klassischen Anzeichen für Müdigkeit, die jeder kennt und schon einmal beim Autofahren erlebt hat. Laut einer YouGov-Umfrage von mehr als 1.700 Führerscheinbesitzenden im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ glaubt fast jeder Vierte, die Fahrenden durch ein Gespräch von seiner oder ihrer Müdigkeit ablenken zu können. Denn schon wer beispielsweise für drei Sekunden einschläft, legt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug und damit ohne Kontrolle zurück. In dieser kurzen Zeit können ein schwerer Unfall verursacht und Menschenleben gefährdet werden. Dennoch unterschätzen viele diese Gefahr.

Viele Beifahrer reagieren nicht konsequent auf die Müdigkeit

Lange Zeiten hinter dem Steuer und monotone Strecken auf der Autobahn machen selbst ausgeschlafene Pkw Fahrende irgendwann müde. Viele Personen auf dem Beifahrersitz nehmen die Müdigkeit des Fahrenden nicht wirklich ernst: Lediglich 56 Prozent fragen den Fahrenden nach einer Pause. 54 Prozent bieten dem Fahrenden einen Fahrerwechsel an, aber nur 23 Prozent bestehen auf einen Fahrerwechsel. Fast jede dritte befragte Person (24 Prozent) versucht den Fahrer oder die Fahrerin im Gespräch von seiner oder ihrer Müdigkeit abzulenken (Mehrfachnennungen waren möglich).

Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit hinter dem Steuer hilft nur eine Pause

Wer merkt, dass der Fahrer oder die Fahrerin müde wird, sollte diese Anzeichen ernst nehmen und auf eine Pause bestehen.Die Pause empfiehlt sich mit Bewegung an der frischen Luft oder besser noch mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten zu kombinieren“, so DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Wer möchte, kann vor dem Kurzschlaf noch einen Kaffee trinken. Das darin enthaltene Koffein wirkt erst nach 30 Minuten, hindert daher nicht beim Einschlafen, erleichtert aber das Wachwerden. Die Fahrtunterbrechung sollte andernfalls für einen Fahrerwechsel genutzt werden. „Müdigkeit kann man nicht austricksen oder kompensieren. Deshalb regelmäßig Pause machen oder mit dem Fahren abwechseln“, rät Kellner.

Kampagne "Vorsicht Sekundenschlaf"

Der DVR startete mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie weiterer Partner wie dem Automobil-Club Verkehr (ACV) und der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) Ende 2016 die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“. Ziel ist es, auf die Gefahr von Müdigkeit am Steuer aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass langfristig vor allem das Sicherstellen eines gesunden Wechsels von Schlaf- und Wachzeiten und akut vor allem eine Pause mit einem Kurzschlaf oder etwas Bewegung dagegen hilft. Denn nur wer ausgeschlafen und konzentriert unterwegs ist, schützt sich und andere Verkehrsteilnehmer und kommt sicher am Ziel an.

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