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VW Autostadt: Fahren im historischen Büssing-Bus

Nach der Vollrestauration der Elektrik im Rahmen eines Projektes für Nachwuchskräfte hat die VW Autostadt Wolfsburg den Oldtimer Bus entgegengenommen. Der Büssing soll ab 2020 auch für Fahrten buchbar sein.

Nach der Vollrestauration nahm Roland Clement (Mitte vor dem Bus) den historischen Büssing Bus wieder entgegen. (Foto: Lars Landmann)
Nach der Vollrestauration nahm Roland Clement (Mitte vor dem Bus) den historischen Büssing Bus wieder entgegen. (Foto: Lars Landmann)
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Julian Kral
(erschienen bei busplaner von Claus Bünnagel)

Nach der Vollrestauration der Elektrik unter Beteiligung von Auszubildenden der Volkswagen Akademie Salzgitter und der MAN Academy nahm Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt in Wolfsburg, einen historischen Büssing-Bus wieder entgegen. Der Büssing-Bus wurde bis Ende der 1970er Jahre mehr als zwei Jahrzehnte im Volkswagen-Werkverkehr eingesetzt. Die Autostadt brachte ihn 2017 zurück in die Region, in der er einst gebaut wurde und der er jahrelang treue Dienste leistete. Restauriert wurde der Bus in einem besonderen Projekt von Auszubildenden und Nachwuchskräften.

"Es ist bemerkenswert, mit wie viel Leidenschaft, Hingabe und Fachwissen dieses Team aus jungen Menschen und Wissensträgern sich unserem Bus gewidmet hat", so Clement.

Ayse Abaci, Timo Penther und Pascal Cieply, angehende Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik, kümmerten sich mit weiteren Nachwuchskräften aus der technisch-gewerblichen Berufsausbildung um das Innenleben dieses besonderen Oldtimers: „Wir haben z.B. das Armaturenbrett komplett neu verdrahtet und montiert“, berichtet Abaci, die sich wie ihre Kollegen auch einigen Herausforderungen stellen musste. „Für die Rückleuchten mussten wir komplett neue, spritzwassergeschützte Verteilerdosen setzen und die teilweise falsch verlegten Leitungen ordnen und neu dimensionieren“, so Cieply, während Abaci ergänzt: „Die Querschnitte der Leitungen und ihre Farben waren stellenweise nicht korrekt. Wo normalerweise ‚Masse‘ braun ist, war sie im Bus blau.“ Penther ergänzt: „Hinzu kommt, dass wir viele Leitungen unter dem Boden von vorn nach hinten verlegt haben, damit sich die Türen wieder öffnen ließen.“ Dennoch blickt er mit Begeisterung auf dieses Projekt zurück: „Es ist großartig, ein Teil der Geschichte dieses besonderen Busses geworden zu sein.“ 

Auch Dr. Christoph Lerche, Leiter der Volkswagen Akademie Braunschweig/Salzgitter, freut sich über dieses nun realisierte Projekt und betont gleichzeitig die Praxisnähe der Ausbildung: „Sie ist bei uns ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Viele Vorhaben werden durch unsere Auszubildenden und Studenten im Praxisverbund umgesetzt. Die gemeinsame Arbeit mit den MAN-Auszubildenden bietet die Möglichkeit, Einblick in die Technik eines Oldtimers zu erhalten und gleichzeitig viel über die Kultur und Kompetenz der jeweils anderen Konzernmarke zu erfahren.“ 

Der Oldtimer soll allerdings nicht rasten, sondern auch rollen: Die Autostadt bringt den Bus wieder auf die Straße und will so mobile Geschichte erlebbar machen.

"Dieser Bus wird unsere Gäste sowie die Wolfsburger begeistern", betont Clement.

Im Frühjahr 2020 soll der Bus auf die Straßen Wolfsburgs zurückkehren. In Kooperation mit der Wolfsburger Verkehrs-GmbH können Interessierte den Bus dann für Fahrten durch das Stadtgebiet und die Region buchen.

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