Weltgedenktag für Straßenverkehrsopfer: Jeder trägt Verantwortung

3.275 Menschen haben im Jahr 2018 in Deutschland im Straßenverkehr ihr Leben verloren – den kommenden Weltgedenktag für Straßenverkehrsopfer nimmt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat wieder zum Anlass, um auf die Auswirkungen schwerer Verkehrsunfälle hinzuweisen.

(Symbolbild: Pixabay)
(Symbolbild: Pixabay)
Julian Kral
(erschienen bei Transport von Anna Barbara Brüggmann)

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) kommen weltweit mindestens 1,3 Millionen Menschen pro Jahr infolge von Verkehrskollisionen ums Leben – 3.275 Personen verstarben 2018 in Deutschland aufgrund von Verkehrsunfällen. Auf der ganzen Welt wird daher jedes Jahr am dritten Sonntag im November, in diesem Jahr der 17. November, der Straßenverkehrsopfer gedacht.

„Ein schwerer Unfall verändert das Leben. Wir möchten aufzeigen, wie schwerwiegend jeder Verlust ist. Gleichzeitig möchten wir darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne Verantwortung im Straßenverkehr trägt - nicht nur für sich, sondern auch für andere", sagt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Neben den Getöteten müsse man auch die Schwerverletzten bedenken – Eichendorf zufolge rund 68.000, von denen rund 15.000 um das Überleben kämpfen oder lebenslang an den Unfallfolgen leiden müssen.

Auch psychische Beschwerden aufgrund belastender Unfallerlebnisse müsse man bedenken. Von derartigen psychischen Folgen betroffen sein können auch Zeugen, Ersthelfer, Unfallverursacher und Angehörige.

"Damit Unfälle mit solch dramatischen Folgen vermieden werden können, sind wir alle gefragt, uns an die Verkehrsregeln zu halten", appelliert Eichendorf und ergänzt: "Unangepasste Geschwindigkeit ist seit Jahren Ursache Nummer eins bei Unfällen mit Todesfolge. Und diese Unfälle sind durch verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr ebenso vermeidbar wie Ablenkungsunfälle durch Smartphones."

Der DVR erinnert nicht nur daran, wie einschneidend und weitreichend die Auswirkungen eines schweren Verkehrsunfalls sein und wie einfach diese Unfälle vermieden werden können. Er spricht sich zudem für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer aus.

"Wer nüchtern, angeschnallt, konzentriert und mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs ist, hat bereits viel für seine eigene Sicherheit, aber auch die der anderen Verkehrsteilnehmer getan", so das Resümee des DVR-Präsidenten.

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