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Weltpremiere: Die neue MAN-Truck-Generation für alle Fälle

Im spanischen Bilbao hat MAN die neue Generation der Baureihen TGL, TGM, TGS und TGX erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Acht verschiedene neue Fahrerhäuser stehen zur Auswahl, Passende Fahrgestelle für jede Branche sind im Angebot.

Joachim Drees, Vorstandsvorsitzender von MAN SE sowie CEO der MAN Truck & Bus AG, präsentiert in Bilbao/Spanien die neue Truck-Generation | Foto: MAN Truck & Bus
Joachim Drees, Vorstandsvorsitzender von MAN SE sowie CEO der MAN Truck & Bus AG, präsentiert in Bilbao/Spanien die neue Truck-Generation | Foto: MAN Truck & Bus
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Torsten Buchholz
(erschienen bei Transport von Torsten Buchholz)

Nicht weniger als acht verschiedene Fahrerhäuser bietet MAN mit seiner neuen Truck-Generation an. Den meisten Platz bieten die drei Großraumkabinen, die die Bezeichnungen GX, GM und GN tragen.

Großraumkabinen GX, GM und GN

GX und GM sind mit ihrer 2,44 Meter Außenbreite für lange Fahrten im internationalen Fernverkehr konzipiert. Reichlich Platz für das mitgeführte Gepäck bieten der Stauraum in der Mitte unter dem Bett, die zwei auch von innen zugängliche Außenstaukästen sowie die Staufächer und Dachablagen über der Frontscheibe. In der GX-Kabine mit der höchsten Dachvariante beläuft sich der Stauraum auf 355 Liter Fassungsvermögen. Aufgrund des niedrigen Motortunnels weist die GM-Kabine eine Stehhöhe von 1,87 Meter, beim GX sogar von 2,07 Meter aus.

Das GN-Fahrerhaus bietet als dritte der Großraumfahrerhausvarianten den gleichen hohen Komfort wie in den GM- und GX-Kabinen. Es verzichtet lediglich auf ein hohes Dach, was branchen- und aufgabenspezifisch deutliche Einsatzvorteile ergeben soll. Beispiele sind nutzlastsensible Transporte mit Silos oder Mineralölaufbauten und -aufliegern. Manche Aufbauten, wie etwa Autotransporter, bauen über das niedrige Fahrerhaus. Durch den niedrigen Motortunnel bietet auch das GN-Fahrerhaus hervorragende Bewegungsfreiheit mit immer noch 1,57 Meter Stehhöhe. Das bequeme Bett verfügt ebenso wie in der GX- und GM-Variante über einen hochwertigen Lattenrost für bestmöglichen Ruhe und Schlafkomfort.

Im Baugewerbe, in der städtischen Verteilerlogistik oder bei Tank- und Silotransporten liegt der Schwerpunkt auf optimaler Übersichtlichkeit und geringem Gewicht. Von hoher Bedeutung sind komfortables und ergonomisches Ein- und Aussteigen bei häufigen Lieferstopps. Gezielt auf solche Anforderungen entwickelte MAN die neuen, 2,24 Meter schmalen Fahrerhäuser für die Baureihen TGL, TGM und TGS der neuen MAN Truck Generation.

Das neue FM-Fahrerhaus

Das neue FM-Fahrerhaus erfüllt mit seiner 2,24 Breite den Wunsch nach geringem Gewicht und Kompaktheit, soll aber mit seiner identischen Länge und dem Hochdach wie bei dem GM-Fahrerhaus den hohen Anforderungen an Wohn- und Schlafkomfort erfüllen, so MAN. Dieses punktet beispielsweise im nutzlastintensiven nationalen Fernverkehr. Ebenso wie die Fahrerhäuser GM und GX verfügt das FM-Fahrerhaus über von innen zugängliche Außenstaukästen sowie zahlreiche Staufächer und Dachablagen über der Frontscheibe.

Für Anwendungen bei denen Fahrer und Unternehmer Wert legen auf guten Wohnkomfort, viel Stauraum und ein bequemes Bett mit hochwertigem Lattenrost für gelegentliche Übernachtungen, aber kein Hochdach benötigen, steht das neue flache FN-Fahrerhaus bereit.

Der neue TGS

Das neue NN-Fahrerhaus wird beim neuen MAN TGS wie bisher die meist gewählte Variante sein. Typische Beispiel aus der Baubranche sind Kipper oder Transportmischer. Trotz seiner kompakten Länge von 1,88 Meter bietet es dennoch ausreichend Platz hinter den Sitzen für Arbeitskleidung und Arbeitswerkzeuge. Der optionale Bauaufstieg ermöglicht mit Trittbrett über dem Radlauf links und einem Haltegriff auf dem Dach die sichere und bequeme Kontrolle des Laderaums hinter dem Fahrerhaus. Ebenso bautypisch und sehr robust verfügen die neuen Fahrerhäuser in mittelhoher oder hoher Chassisausführung über einen dreiteiligen Stahlstoßfänger. Im Fall eines größeren Anfahrschadens können die Teile abschnittsweise getauscht werden. Als ebenso einsatzorientiert erweisen sich die Einstiege, deren unterste flexibel gelagerte Stufen stärkere Stöße beschädigungsfrei überstehen.

Zu den neuen Baureihen TGL und TGM gehört das CC-Fahrerhaus mit 2,24 Meter Außenbreite und 1,62 Meter Außenlänge. Mit den anderen Kabinen des neuen MAN steht es trotz seiner Kompaktheit auf gleich hohem Level bei der Arbeitsplatzergonomie und der Bedienfreundlichkeit. Eine sehr niedrige Einstiegshöhe und weit öffnende Türen erfreuen den Fahrer im Verteiler-, Bau- und Kommunalverkehr.

Die Doppelkabine als längstes Fahrerhaus der neuen Truck Generation bietet vor allem viel Platz für zusätzliche Mitfahrer. Die neue viertürige Doppelkabine mit der Bezeichnung DN offeriert auf ihrer bequemen Vierersitzbank sowie den zwei oder drei Sitzen vorne viel Platz für bis zu sieben Personen und ihre Arbeitsutensilien. Unter anderem unter der Rücksitzbank steht hierfür großzügiger Stauraum zur Verfügung. Damit eignet sich die Doppelkabine optimal für Handwerksbetriebe, Kommunen und Einsatzkräfte, wie THW oder Feuerwehr.

Die bewährten Motoren

Wie bisher kommen in den neuen MAN TGX drei Motorbaureihen zum Einsatz: Als Spitzenmotorisierung der MAN D38 mit bis zu 640 PS, im mittleren Leistungsbereich der MAN D26 von 430 PS bis 510 PS oder für leichten Fernverkehr der MAN D15 mit 330 PS bis 400 PS. Neben klassischen 4x2- und 6x2-Sattelzugmaschinen und Fahrgestellen stehen für den TGX weiterhin die Varianten 6x4 und 8x4 zur Verfügung, wie sie zum Beispiel bei Schwertransporten gefragt sind. Die 4x2-Sattelzugmaschine ist wahlweise mit MAN HydroDrive, dem hydrostatischen Vorderradantrieb von MAN für zusätzliche Traktion auf nicht befestigtem Untergrund bestellbar. Mit dieser Vielfalt deckt der MAN TGX einen Tonnagebereich von 18 bis 41 zulässigem Gesamtgewicht ab, bei Schwertransportanwendungen sind 250 Tonnen zulässiges Gesamtzuggewicht möglich.

Bei dem neuen MAN TGS liegt wie bisher der Fokus auf schweren Baufahrzeugen, dem Verteilerverkehr sowie den Kommunalanwendungen. Diese Baureihe ist gekennzeichnet von den schmalen Kabinen, denn in den typischen Einsatzgebieten kommt es sowohl auf ein geringes Eigengewicht als auch auf gute Übersichtlichkeit an. Antriebsseitig bietet MAN den TGS mit den D26- und D15-Motoren an, was ein breites Leistungsportfolio von 330 PS bis 510 PS abdeckt. Auch bei den Antriebsformeln ist der MAN TGS König unter den Löwen wegen der größten Variantenvielfalt. Seien es der 4x2 und 6x2 als Sattelzugmaschinen oder Fahrgestelle, seien die Klassiker 6x4, 8x2 und 8x4 für eine große Vielfalt an Branchen bis hin zu den Allrad-Spezialisten für unwegsames Gelände mit 4x4, 6x6, 8x6 oder 8x8. Wird das Fahrzeug überwiegend auf befestigter Straße bewegt und zusätzliche Traktion nur gelegentlich benötigt, lässt sich MAN HydroDrive mit zwei-, drei- oder vierachsigen MAN TGS kombinieren. Derart variantenreich aufgestellt, reicht das zulässige Gesamtgewicht beim neuen MAN TGS von 18 bis 41 Tonnen.

MAN TGL und MAN TGM stehen auch in der neue Truck Generation für den leichten und mittleren Tonnagebereich. Zur Wahl stehen vier neue schmale Fahrerhäuser: kurz, lang und auch hoch mit einer Liege sowie die Doppelkabine. Letztere kommt im Bau, bei Kommunalbetrieben sowie bei Feuerwehren und Rettungsdiensten zum Einsatz. Der neue TGL deckt mit seiner Vierzylinderversion des D08 Motors den Tonnagebereich von 7,5 bis 12 Tonnen ab. Wem dessen Leistungsspektrum von 160 bis 220 PS nicht genügt, kann im TGL auch auf den D08-Sechszylinders mit 250 PS zurückgreifen. Diese ist zugleich die Einstiegsversion in das Leistungsspektrum des MAN TGM, das mit dem D08-Sechszylinder bis 320 PS reicht. Der Tonnagebereich des neuen MAN TGM knüpft direkt an den des neuen MAN TGL an und reicht von 12 über 15 und 18 Tonnen bis hin zu 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Während der MAN TGL ausschließlich in 4x2-Versionen verfügbar ist, bietet der MAN TGM auch die Achsformeln 6x2, 6x4 und 4x4, was ihn nicht nur für den mittelschweren Überland-Verteilerverkehr und die Logistik in der Stadt, sondern auch für viele Anwendungen im Bau, bei Kommunen und Feuerwehren interessant macht.

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