Wertvolle Kunst erfordert sensiblen Transport

Das auf die Logistik von Kunst- und Kulturgütern spezialisierte Unternehmen Hasenkamp gewährt Einblicke in den Transport wertvoller Güter – und wirbt damit gleichzeitig für einen besonders verantwortungsvollen Job.

Wer Exponate und Kulturgüter transportiert, braucht viel Fingerspitzengefühl - und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. (Foto: Hasenkamp)
Wer Exponate und Kulturgüter transportiert, braucht viel Fingerspitzengefühl - und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. (Foto: Hasenkamp)
Anna Barbara Brüggmann

Sorgfältig verpackte Tonkrieger der Terrakotta-Armee, die Totenmaske Tutanchamuns oder Gemälde von Leonardo da Vinci – wer bei einem Logistikunternehmen arbeitet, das auf den Transport wertvoller Kunstgegenstände und Exponate spezialisiert ist, trägt Verantwortung in millionenschwerer Höhe. Nach Aussage der Firma Hasenkamp erfordert dies den Einsatz von Fachkräften, um wertvolle Kunst und Jahrtausende alte Sensationsfunde von einem Museum ins andere zu befördern.

Gefragt seien hier Speziallogistiker: Projektkoordinatoren für die Planung komplexer Abläufe, Kunstpacker mit hoch entwickelten Verpackungslösungen zum Schutz der oftmals fragilen Objekte und Lkw-Fahrer, die die ungewöhnliche Fracht behutsam zum Ziel bringen. Vor allem auch beim Be- und Entladen müsse jeder Handgriff sitzen.

"In unserer Manufaktur stellen wir objektspezifische Verpackungen her. Manche Güter sind in einer robusten Holzkiste bereits sicher verstaut, für andere benötigen wir High-End-Klimakisten", erläutert Geschäftsführer Thomas Schneider.

Diese speziellen Klimakisten sollen den gesamten Transport über eine stabile Temperatur und eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit sicherstellen. Hasenkamp übernimmt weltweite versicherte Transporte entweder per Luft- und Seefracht oder mit einem Lkw der eigenen Flotte.

An Lkw-Fahrer von Spezial-Logistikern werden Schneider zufolge ganz spezielle Anforderungen gestellt:

"Unsere Fahrer sind in der Regel in einem Zweierteam auf den Fahrzeugen. Und sie begleiten die zu transportierenden Güter viel länger als üblich", erläutert er.

Bei einem Kunstwerk beginne die Arbeit mit dem Verpacken und Verladen beim Kunden und sei erst mit dem Auspacken und der Installation im Ziel-Museum abgeschlossen. Und dabei sei nicht nur Mitdenken, sondern auch Feingefühl gefragt.

Printer Friendly, PDF & Email